Containerstation wird aufgelöst

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Kein Aushängeschild für Ertingen: So sieht die Containerstation am Kreisverkehr an der alten B 311 ständig aus.
Kein Aushängeschild für Ertingen: So sieht die Containerstation am Kreisverkehr an der alten B 311 ständig aus. (Foto: Wolfgang Lutz)
Schwäbische Zeitung
Wolfgang Lutz

Ein Thema, das nicht nur die Verwaltung unter den Nägeln brennt, ist die konstante Vermüllung bei der Containerstation am Kreisverkehr an der alten B 311. Dort besteht die Möglichkeit, sein Altglas und auch Altkleider zu entsorgen. Was sich aber dort tagein, tagaus abspielt, hat mit einer geregelten Entsorgung von Wertstoffen nichts mehr zu tun. Der Platz wird schlichtweg zu einer Müllkippe umfunktioniert.

„Das ist eine unerträgliche und leidige Angelegenheit“, so Bürgermeister Jürgen Köhler. Kaum, dass der Bauhof den Müll entsorgt habe, liegen bald wieder Hausmüll, Schutt und auch Kleidung rund um die Container, so Ortsbaumeister Manfred Fiederer. Das sei frustrierend und man neige dabei dazu, den Dreck einfach liegen zu lassen, denn es sei eigentlich nicht Aufgabe des Bauhofes, hier ständig für Ordnung zu sorgen. Auf der einen Seite liegt der Standort ideal, was die Anfahrt betrifft, auf der anderen Seite kann hier „in Ruhe“ abgeladen werden, was dort nicht hingehört. Zudem sind die Container weithin sichtbar, was natürlich auch ortsfremde Entsorger anlockt. Dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Biberach ist diese Situation ebenfalls ein Dorn im Auge und gab zu überlegen, ob dieser Sandort einfach aufgelöst werden sollte. In diesem Fall wäre nur noch der Standort beim Sportplatz für die Gemeinde geöffnet. Durch die erhöhte Entsorgung von Altglas sind aber auch dort schon wilde Müllablagerungen fest zu stellen.

Die Verwaltung stellte in den Raum, ob ein neuer Standort gesucht werden muss, oder ob andere Maßnahmen diesem Zustand Einhalt gebieten können. In der Diskussion im Gemeinderat war bald klar, dass es schwer ist, eine Alternative zum bisherigen Standort an der alten B 311 zu finden. Zum einen sollte der Platz im Besitz der Gemeinde und zum andern gut anzufahren und nicht allzu weit weg vom Ort sein. Auch die Lärmbelästigung spielt hier eine wichtige Rolle. Zudem kam des öfteren der Vorschlag, die Containerstation zu beleuchten, um hier einer Vermüllung entgegenzuwirken.

Als erste Maßnahme wird auf Beschluss des Gemeinderats der bisherige Standort am Kreisverkehr demnächst geschlossen. Die Container am Sportplatz bleiben vorübergehend erhalten, wobei die Glascontainer vom bisherigen Standort an der B 311 hierher gebracht werden. Ferner wird versucht, diesen Platz zu beleuchten, was mit einer Ankopplung an die Straßenbeleuchtung möglich ist. Ein Dorn im Auge ist dem Gemeinderat auch der Altkleidercontainer, der bisher neben den Glascontainern aufgestellt war. Im Ort selber besteht die Möglichkeit, die Altkleider an zwei Stationen zu entsorgen. So soll dem Landratsamt mitgeteilt werden, dass man diesen Container nicht mehr aufstellen will. Auch diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass nur Altglas am Standort beim Sportplatz entsorgt wird.

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