Blickfang: Mehr Farbe und Kautschuk

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 So könnte der neue Treppenaufgang farblich aussehen.
So könnte der neue Treppenaufgang farblich aussehen. (Foto: Grafik: Architekturbüro Kunze)
Wolfgang Lutz

Vor Ort machte sich der Umwelt- und Bauausschuss des Ertinger Gemeinderats ein Bild von den Bauarbeiten an der Michel-Buck-Schule. Dabei hatte das Gremium aber einige Detailfestlegungen beschlossen, die dann dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt wurden. Dazu gehörte auch die Neugestaltung der Haupteingangstreppe, der Austausch von 40 Innentüren, die Einrichtung eines Fachraums und eine Änderung des Beschichtungsverfahrens bei der Tragwerkssanierung.

Vor allem aber die Gestaltung der Haupttreppe im Eingangsbereich gab Anlass zur Diskussion in den Reihen der Ausschussmitglieder. Würde man den bisherigen Klinkerbelag so belassen, entstünden Kosten in Höhe von rund 4500 Euro. Darin enthalten Schutzmaßnahmen und Ausbesserungsarbeiten. Beim Aufbringen eines Kautschukbelages stünden dem Kosten von etwa 4200 Euro gegenüber. Optisch passe die bisherige Klinkerausführung besser zum Schulgebäude, so die Meinung von Elke Schenzle wie auch von Armin Höninger, der den Charakter der Treppe erhalten wollte. „Das ist eine architektonische Sache, ein Blickfang am Eingang der Schule mit den neuen Farben“, so Bürgermeister Jürgen Köhler. Man wolle „frischen Wind“ durch die Farbgestaltung reinbringen. Kautschuk sei robust und pflegeleicht und werde an vielen Schulen verwendet, so Architektin Sabine Kunze: „Natürlich wollen wir den Charakter der Schule erhalten, aber auch zeigen, dass wir im Jahr 2019 umbauen.“ Bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung entschied sich der Gemeinderat dann für eine entsprechende farbliche Gestaltung des Aufgangs und dem neuen Belag mit Kautschuk.

40 Türen werden ausgetauscht

Einig war man sich im Umwelt- und Bauausschuss wie auch im Gemeinderat, dass 40 Innentüren samt Zargen ausgetauscht werden sollen. Bisher sah die Planung vor, dass sämtliche Innentüren ausgebaut, später aufbereitet und wieder eingebaut werden sollen, wofür Kosten in Höhe von rund 8000 Euro veranschlagt waren. Nun wurde aber festgestellt, dass die Instandsetzung der Türen den bisherigen geschätzten Aufwand weit übersteigen und der Einbau neuer Türen samt Zargen auf Dauer eine wirtschaftlichere Lösung darstellt. Zusätzlich zu den veranschlagten 8000 Euro würden weitere bei einer Sanierung 22 000 Euro an Kosten entstehen. Zudem besteht durch den Komplettausbau auch die Möglichkeit, die Türöffnung in den Raum zu ermöglichen, was aus brandschutztechnischen Gründen von Vorteil ist. Die Erneuerung der Innentüren samt Zargen verursacht Kosten in Höhe von 44 500 Euro. Die Instandsetzung nebst Aufbereitung würde Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro verursachen. Ausgehend von den ursprünglichen 8000 Euro, die für dieses Gewerk vorgesehen waren, entstehen nun Mehrkosten in Höhe von 36 500 Euro.

Im derzeitigen Biologie-/Physik-/Chemie-Raum kann nach Schulleiter Markus Geiselhart für die Klassenstufen acht bis zehn nicht der komplette naturwissenschaftliche Unterricht durchgeführt werden. Nach Wunsch der Schule soll nun der geplante Kunstraum als Kunst-/Biologie-Raum ausgestattet werden. Auch der Technische Werkraum soll ebenfalls optimale Belegungsmöglichkeiten erhalten. Da laut Schulleiter das Technische Werken leider immer weniger würde, könnte dieser Raum auch für Informatikunterricht und als PC-Schulungsraum genutzt werden. „Wir müssen diesen Schritt jetzt mitgehen, um die bestmögliche Infrastruktur zu erhalten“, so Ortsbaumeister Manfred Fiederer. Diese zusätzliche Ausstattung der beiden Räume verursacht Mehrkosten in Höhe von 61 500 Euro.

Die Firma Implenia aus Stuttgart, die für die Durchführung der Tragwerkssanierung beauftragt wurde, hat der Verwaltung ein Nachtragsangebot eingereicht, was eine Einsparung in Höhe von 36 466 Euro zur Folge hat (Angebot: 347 730 Euro). Das bezieht sich auf den Wechsel des Spritzverfahrens, das nun von bisher Nass- auf ein Trockenspritzverfahren umgestellt werden soll. „Das ist nur eine Methode, wie das Beschichtungsmaterial auf die Wand aufgebracht wird“, so Ortsbaumeister Manfred Fiederer. Also nur ein technischer Unterschied mit dem positiven Aspekt einer stattlichen Kosteneinsparung. Man habe alles überprüft, so Bürgermeister Jürgen Köhler, es spreche nichts dagegen, die Arbeiten im Trockenspritzverfahren auszuführen. „Das Material dazu liegt ja schon draußen“, so die Meinung von Manfred Binder. „Aber noch nicht ausgepackt“, konterte der Ortsbaumeister.

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