Grundschule ist Investitionsschwerpunkt

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 Die Sanierung und Erweiterung der Grundschule ist einer der Schwerpunkte im Haushalt.
Die Sanierung und Erweiterung der Grundschule ist einer der Schwerpunkte im Haushalt. (Foto: Archiv: Tobias Rehm)
Johann Willburger

Der Gemeinderat Erolzheim hat sich in seiner Sitzung am Dienstag mit dem Haushaltsplan für 2019 befasst. Dieser sieht Investitionen in Höhe von 9,7 Millionen Euro vor. Allein für die Sanierung und Erweiterung der Grundschule sind 2,3 Millionen Euro geplant.

Die Gemeinde Erolzheim führt das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) ein. Kämmerer Wolfgang Huchler hatte dazu dem Rat eine mehr als 300 Seiten umfassende, detaillierte Kostenplanung vorgestellt. Das Gremium hatte sich damit schon intensiv in einer Klausur Ende vergangenen Jahres befasst. Im neuen Haushaltsrecht ist die Bildung von Haushaltsresten nicht mehr möglich. Die Gemeinde Erolzheim startet mit einem Budget von sieben Millionen Euro in das Jahr 2019, das dieses Investitionsschwerpunkte enthält: Sanierung und Erweiterung der Grundschule (2,3 Millionen Euro), Sanierung Realschule (1 Million Euro – erste Finanzierungsrate), Erschließung Baugebiet Helsenäcker II (1,23 Millionen Euro), Erweiterung Urnenwand (150 000 Euro), Neuanlage naturnahe Bestattung (330 000 Euro), Wohnungserwerb im Gebäude betreutes Wohnen (600 000 Euro) und Grunderwerb (500 000 Euro).

Kreditaufnahme geplant

Finanziert wird das Haushaltsbudget 2019 durch einen Zahlungsmittelüberschuss aus dem Ergebnishaushalt, Zuschüssen und Erlösen aus Bauplatzverkäufen. Zusätzlich ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 1,6 Millionen Euro zum Kauf von drei Wohnungen im Gebäude für betreutes Wohnen und der Sanierung der Realschule vorgesehen. Abzüglich der veranschlagten Tilgungen wird der Schuldenstand Ende 2019 voraussichtlich knapp 2,3 Millionen Euro betragen.

Der Haushaltsplan enthält weiter die angenommenen und geschätzten Finanzierungs- und Investitionsplanungen für die Jahre 2020 bis 2022. Als wichtigste Punkte sind dabei die Restfinanzierung der Realschulsanierung, der Bauhofneubau, die Rathaussanierung, die Sanierung Langgasse sowie die Erschließung des Baugebietes Brentenghau III vorgesehen. Die Gemeinde rechnet mit einem positiven Zahlungsmittelüberschuss bis 2022. Im Anschluss erläuterte Huchler den Haushaltsplan der Wasserversorgung. Darin sind die Kosten der Wassergewinnung und der Wasserverteilung gesondert ausgewiesen. Der Vermögensplan weist ein Plus von 358 345 Euro aus. Davon entfallen in diesem Wirtschaftjahr 157 000 Euro auf Erschließungsgebühren in den Baugebieten Brentenghau II und Helsenäcker. Für Kredittilgungen werden 65 430 Euro bereitgestellt. Somit verbleibt ein Überschuss von 116 325 Euro, der als Sondertilgung im laufenden Wirtschaftsjahr ausgewiesen wird. Beide Haushaltspläne wurden einstimmig akzeptiert. Bürgermeister Jochen Ackermann lobte Huchler für seine Ausarbeitungen mit einem: „Gut gemacht.“

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