Kindergarten: Parkplätze sollen Anbau weichen

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Der Kindergarten in Erlenmoos erhält einen Anbau.
Der Kindergarten in Erlenmoos erhält einen Anbau. (Foto: Daniel Häfele)

Die beengten Platzverhältnisse im Kindergarten Wuselnest in Erlenmoos sollen bald der Vergangenheit angehören. Die Architekten präsentierten in dieser Woche erstmals öffentlich die Planungen für den Erweiterungsbau. Damit die Kinder und Erzieherinnen möglichst schnell mehr Platz bekommen, hat der Gemeinderat einstimmig wichtige Weichen für das Vorhaben gestellt.

„Wir haben nach langen Planungen eine gute, praktikable und umsetzbare Lösung gefunden“, freute sich Bürgermeisterin Alexandra Scherer. Die Verantwortlichen einigten sich auf die Variante, bei welcher der Anbau auf der nördlichen Seiten des Bestandsgebäude entstehen soll. Also dort, wo sich derzeit Parkplätze befinden. Räume für die Kinder, das Personal und Sanitäranlagen sieht der Entwurf unter anderem vor. Wie die zuständige Architektin Julia Niedermaier vom Büro Fischbach & Sick sagte, soll der Anbau mit einem flach geneigten Blechdach in Holzständerbauweise erstellt werden. Eine Geräuschentwicklung gehe von dem Blechdach nicht aus, erläuterte Thomas Sick auf Nachfrage aus dem Gremium.

Bei der Fassade gibt es zwei Möglichkeiten: Holz oder Platten in Kunststoffausführung. „Eine Holzfassade ist ökologischer, vorzugsweise grau und dunkelt nur etwas nach“, sagte Niedermeier. Die Plattenfassade sei „sehr widerstandsfähig“, dafür aber teurer und pflegeintensiver als die Holzvariante. Aufgrund von optischen Gründen – das Bestandsgebäude hat eine Plattenfassade – tendiert die Verwaltung in Absprache mit der Kindergartenleitung zu den Platten. Eine Entscheidung ist hierbei aber genauso wenig gefallen wie in Sachen Dachvorsprung.

Baugesuch wird bald beraten

Der derzeitige Entwurf sieht nämlich keinen solchen Vorsprung vor, was bei Josef Dornacher Bauchschmerzen auslöste: „Bei Starkregen läuft die Dachrinne über und die ganze Suppe über die Fassade hinunter.“ Thomas Sick möchte prüfen, ob ein Dachvorsprung möglich ist und was dies an Mehrkosten verursacht. Aktuell werden die Kosten auf 864 000 Euro geschätzt. Hinzu kommen noch etwa 70 000 Euro für kleinere Umbauarbeiten am Bestandsgebäude sowie die Außenanlagen und die Planung.

Einstimmig votierte der Gemeinderat für eine funktionale Ausschreibung, also ein schlüsselfertiges Bauen. Laut den Architekten hat dies den Vorteil, dass das Projekt zügiger realisiert werden kann. Denn der Zeitdruck ist groß, Kinder und Erzieherinnen warten sehnsüchtig auf die Erweiterung. In der Sitzung am 25. Juli soll ein entsprechendes Baugesuch im Gremium beraten werden.

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