Gemeinderat Erlenmoos stimmt für FTTB-Ausbau

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Zahlreiche Gemeinden im Kreis haben bislang dem Aufbau des kreisweiten Backbonenetzes, einer übergelagerten Datenautobahn mit Glasfaserkabeln, zugestimmt. Mit Erlenmoos folgte am Dienstag Nummer 22. Außerdem beschloss der Gemeinderat, in Teilen von Erlenmoos, Edenbachen, Eichbühl und Oberstetten im Zuge des geplanten Breitbandausbaus und der Sanierung der Biberacher Straße in Erlenmoos Leerrohre für Glasfaser bis zur einzelnen Haustür (FTTB) mitzuverlegen. Die Kosten werden auf 140 000 Euro geschätzt.

Manfred Storrer, Verwaltungsdezernent des Landkreises, schilderte nochmals die Ausgangslage (SZ berichtete mehrfach). Rund 684 Kilometer an Breitbandnetz sind im Kreis notwendig, 213 Kilometer müssen neu gebaut werden. Die Kosten für den Landkreis liegen bei rund 35 Millionen Euro. „So ganz schlecht stehen wir nicht da, aber es gibt noch viele weiße Flecken“, so Storrer. Der Ausbau des Backbonenetzes solle die nächsten drei bis vier Jahre realisiert werden, bei den Ortsnetzen, für deren Ausbau die Gemeinden zuständig sind, werde für die Fertigstellung mit einem Zeitraum zwischen zehn und 15 Jahren kalkuliert. Manuel Hommel von der Firma Geo Data erklärte, dass sich die Baumaßnahmen auf Erlenmooser Gemarkung für das Backbonenetz „in Grenzen halten“. Beispielsweise müsse im Bereich Edenbachen in Richtung Bechtenrot und in Erlenmoos Richtung Ochsenhausen noch etwas gemacht werden. Insgesamt fallen geschätzte 83 000 Euro an, die aber wieder erstattet werden.

Auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer, die an den vorangegangenen Beschlüssen im Kreistag mitgewirkt hatte, wies auf die Bedeutung des Breitbandausbaus hin. Der Zeitpunkt des FTTB-Ausbaus in Erlenmoos sei zwar offen, aber die 140 000 Euro, die die Gemeinde für die Verlegung der dafür notwendigen Leerrohre in Erlenmoos (Biberacher Straße), Eichbühl (Roter Straße) und Oberstetten (Beim Häldele, Mühlweg, Dorfstraße, Sandgrubenweg) ohne Fördermittel aufbringen muss, seien gut investiert. Gemeinderat Josef Dornacher pflichtet ihr bei. „Wir müssen diesen Ausbau gleich mitmachen, auch wenn es finanziell wehtut. Das ist Pflicht.“ Der Rat sprach sich sowohl für den FFTB-Ausbau im Gemeindegebiet als auch die Backbone-Planung einstimmig aus.

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