2019 soll Spatenstich für Anbau sein

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2019 soll Spatenstich für Anbau sein
2019 soll Spatenstich für Anbau sein (Foto: Monika Skolimowska, dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Gemeinde Erlenmoos befasst sich schon seit Längerem mit der Erweiterung des Kindergartens „Wuselnest“. Die Einrichtung hat wie berichtet zu wenig Platz, die Kinderzahlen sind nach wie vor hoch. Deshalb muss die Gemeinde nun handeln. Der Gemeinderat entschied sich in seiner jüngsten Sitzung für eine Anbauvariante, die eine Erweiterung nach Norden in Richtung Parkplatz vorsieht. Bürgermeisterin Alexandra Scherer geht von Kosten nahe am siebenstelligen Bereich aus. Baubeginn soll Anfang 2019 sein.

Scherer spricht im SZ-Gespräch von einem „Meilenstein“, den der Gemeinderat mit seinem einstimmigen Beschluss gesetzt habe. Die Kinderzahlen seien „nachhaltig sehr hoch“, dies würden auch die neuesten Anmeldezahlen bestätigen. Aufgrund des zu geringen Platzes wurde im vergangenen Jahr eine neue Gruppe, zunächst als Kleingruppe, vorübergehend in der „Bewegungsbaustelle“ untergebracht, die aber nicht als Gruppenraum vorgesehen ist. 50 000 Euro hat Erlenmoos im diesjährigen Haushalt für die Planung der Kindergartenerweiterung eingeplant, das Architekturbüro Sick & Fischbach hat vier Erweiterungsvarianten erarbeitet.

Der Gemeinderat sprach sich nun für die eingeschossige Erweiterung nach Norden Richtung Parkplatz aus. Platz finden sollen darin ein Gruppenraum mit Nebenzimmer, Sanitäranlagen, ein Personalraum sowie Funktionsräume. Auch die Verwaltung hatte diesen Entwurf – zugleich den kostengünstigsten – favorisiert. „Ein großer Vorteil ist, dass dieser Anbau während des laufenden Betriebs realisiert werden kann“, sagt Alexandra Scherer. Sprich, Kinder und Erzieherinnen müssen während der Bauarbeiten nicht umziehen. Die anderen drei Varianten wären laut Scherer alle mit einem größeren Aufwand während der Bauzeit verbunden gewesen. Sie hätten allesamt eine Erweiterung in Richtung Sandkasten vorgesehen, einmal gar mit einem Neubau des Essensbereichs. Der Gartenbereich hätte über Monate hinweg nicht wie gewohnt genutzt werden können.

Auch der Kindergarten kann sich die nun festgelegte Variante vorstellen. So kann bei dieser Erweiterung ein Zugang in den Garten geschaffen werden, der nicht über die Gruppenräume führt. Außerdem kann die Bewegungsbaustelle vergrößert werden. Nachteil dieses Entwurfs ist, dass Parkplätze wegfallen. Insbesondere bei Veranstaltungen im Gemeindesaal könnte es dann zu Engpässen kommen.

Das Architekturbüro wird nun die festgelegte Variante als Entwurfsplanung weiter vertiefen. Für den Neubau, dessen Kosten auf knapp eine Million Euro kalkuliert werden, erhält die Gemeinde 120 000 Euro Zuschuss. Weitere Mittel sollen aus dem Ausgleichstock beantragt werden. 2019 soll „so früh wie möglich“ mit den Bauarbeiten begonnen werden, sagt Bürgermeisterin Scherer. Ziel ist es, den Anbau zum Kindergartenjahr 2019/20 in Betrieb zu nehmen.

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