Vernachlässigten Rindern geht es besser

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Tierschützer vom Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ hat die Vernachlässigung der Rinder dokumentiert.
Tierschützer vom Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ hat die Vernachlässigung der Rinder dokumentiert. Inzwischen haben sich dank der Beratung und der Kontrollen die Zustände gebessert, sagt das Veterinäramt Biberach. (Foto: Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben)

Der Zustand der vernachlässigten Rinder in einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Gesamtgemeinde Eberhardzell hat sich inzwischen gebessert. Nach den drei jüngsten Kontrollen durch das Veterinäramt zog Bernd Schwarzendorfer, der Sprecher des Landratsamts Biberach, das Fazit: „Es tut sich etwas zum Wohl der Tiere.“ Der Betrieb wird weiterhin überprüft.

Nach einer Anzeige des Tierschutzvereins „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ hatte das Biberacher Veterinäramt Ende August ein Zwangsgeld gegen den Landwirt verhängt, weil die Rinder nicht artgerecht gehalten wurden (SZ vom 28. August). Bereits seit Frühjahr war der Betrieb nach Hinweisen aus der Bevölkerung im Visier der Behörde. Die Haltung war verbessert worden, aber Ende August es lag immer noch manches im Argen.

Seit der Anzeige durch Tierschützer und der Verhängung des Zwangsgelds erfolgten weitere Kontrollen: Zwei in der vergangenen Woche und am Mittwoch nahmen die Veterinäre in Begleitung des Hoftierarztes und von Beratern des Rindergesundheitsdientes Aulendorf abermals in Augenschein. „Es wurde festgestellt, dass sich ihr Zustand gebessert hat“, sagte Schwarzendorfer. Die Tiere seien inzwischen „besser gepflegt und ernährt“ als zuvor. Die Buchten für die Rinder in dem Stall seien mittlerweile gesäubert und neu eingestreut worden. Bei einigen Tieren sei eine Klauenpflege erfolgt, bei anderen solle dies bald geschehen.

Der Sprecher des Landratsamts nannte keinen Ort. Der Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ hatte den Hof jedoch identifiziert, dieser liegt im Gebiet der Gesamtgemeinde Eberhardzell. Die Tierschützer hatten mit Fotos dokumentiert, dass die Rinder abgemagert waren, in ihrem eigenen Kot standen und zu lange Klauen hatten.

Zum weiteren Vorgehen sagte Schwarzendorfer, der Bauer werde „durch das Landwirtschaftsamt beraten und es stehen weitere Kontrollen an“. Generell gelte, dass Nutztierhalter vom Veterinäramt stichprobenartig überprüft würden; die weitaus meisten Kontrollen erfolgten jedoch gezielt, wenn das Amt „von wem auch immer auf Missstände hingewiesen“ werde.

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