Schwabenrock-Urgesteine lassen es krachen

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Schwabenrock-Urgesteine lassen es krachen (Foto: Mägerle)
Schwäbische Zeitung
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Es war wohl so etwas wie ein Gigantentreffen des Schwabenrock, was diese Woche in Füramoos stattgefunden hat. In ihrem Proberaum übte die Rockgruppe „Pommfritz“ zusammen mit den Brüdern Alex und Georg Köberlein („Schwoißfuaß“, „Grachmusikoff“) sowie den schwäbischen Rockern der Gruppe „Gsälzbär“ aus Ravensburg. Alle werden sie beim großen „Pommfritz“-Open-Air am Samstag, 7. Juli, auf dem Biberacher Marktplatz gemeinsam auf der Bühne stehen.

Eine Premiere: „Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder mal bei den gleichen Festivals gespielt, aber gemeinsam auf der Bühne gestanden haben wir bisher nie“, sagt „Pommfritz“-Keyboarder Joe Fels.

Entsprechend aufgeregt waren er und seine Bandkollegen deshalb, als es darum ging, diese Woche die gemeinsamen Stücke mit den Köberleins und „Gsälzbär“ zu proben. Jeweils zwei Lieder wollen „Pommfritz“ mit ihnen spielen – ein eigenes neues und einen alten Gassenhauer. So erklingt der „Gsälzbär“-Klassiker „Hoimatländle – Schwobaländle“ auf dem Biberacher Marktplatz genauso wie die unsterbliche „Schwoißfuaß“-Hymne „Oiner isch emmer dr Arsch“.

Letztere haben die „Pommfritz“-Jungs in der gemeinsamen Probe übrigens so gut gespielt, dass Alexander Köberlein fast sprachlos war. „Ich muss euch loben. Das war fast wie früher bei Schwoißfuaß“, meinte er, nachdem der letzte Akkord verklungen war.

Für die Köberlein-Zwillinge schließt sich mit dem Open Air am 7. Juli ein ganz besonderer Kreis. „Am 7. Juli 1969, als genau vor 43 Jahren, haben wir zum ersten Mal auf dem Biberacher Marktplatz gespielt“, erzählt Georg Köberlein, „damals noch als Bläser in der Gruppe ,Soul Inspiration‘.“

Orchesterprobe in Aalen steht an

Und auch „Gsälzbär“-Gründer Harald Scheufler freut sich mit seinen Kollegen Heinz Sauer, Markus Forstenhäusler und Daniel Tabor auf den gemeinsamen Auftritt. „Wir sind echt dankbar, dass wir da mit auf der Bühne stehen dürfen“, sagt er. Für die Jungs von „Pommfritz“ stehen jetzt noch ein paar heiße Probentage an, vor allem mit der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg, die zehn „Pommfritz“-Songs mit klassischen Klängen auf der Bühne untermalen wird. Am letzten Juni-Wochenende proben Klassik-Orchester und Schwabenrocker zum ersten Mal gemeinsam in Aalen. „Wir sind echt gespannt, wie lange wir brauchen, bis wir die gemeinsame Wellenlänge haben“, sagt „Pommfritz“-Schlagzeuger Christoph Baur.

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