Grabherr sieht Feuerwehr gut aufgestellt

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 Die Feuerwehren in der Gesamtgemeinde Eberhardzell sind gut aufgestellt. Die Gemeinde will auch künftig für eine angemessene Au
Die Feuerwehren in der Gesamtgemeinde Eberhardzell sind gut aufgestellt. Die Gemeinde will auch künftig für eine angemessene Ausstattung sorgen. (Foto: dpa)

Bei der Feuerwehr am Standort Eberhardzell soll der vorhandene Rettungssatz auf das Löschgruppenfahrzeug LF 20 verlegt werden. Weiter sieht der fortgeschriebene Feuerwehrbedarfsplan vor, dass in den Teilorten Füramoos, Mühlhausen und Oberessendorf jeweils zwei Fahrzeuge stationiert bleiben. Das Zweitfahrzeug in Oberessendorf soll zuerst durch ein neues ersetzt werden, egal welches vorhandene zuerst schlapp macht. Grund hierfür ist die hohe Zahl an Einsätzen an der Bundesstraße 30 bei Oberessendorf.

Bürgermeister Guntram Grabherr sagte der „Schwäbischen Zeitung“ auf Anfrage, dass die Feuerwehr in der Gesamtgemeinde aus seiner Sicht gut mit Fahrzeugen und Gebäuden ausgestattet sei. Derzeit stünden überdies sämtliche Ortswehren personell gut da; auch was die entscheidende und häufig kritische Frage angeht, wieviele Einsatzkräfte tagsüber verfügbar sind. Damit dies künftig so bleibt, sieht das im Wesentlichen unveränderte Personalkonzept unter anderem eine intensive Jugendarbeit und die Werbung um tagsüber verfügbare Feuerleute vor. Auch Leute, die zur Arbeit nach Eberhardzell einpendeln, sollen wie bisher angesprochen werden. In der Gemeinde sind mittlerweile zwei Feuerwehrfrauen aktiv. Eine gute technische Ausstattung ist an sich für die Einsatzfähigkeit wichtig, sie hilft laut Grabherr außerdem, den ehrenamtlichen Dienst attraktiv zu halten.

Der Bedarfsplan gleicht die Ausstattung mit den Anforderungen ab und bildet so die Grundlage, um für die nächsten fünf Jahre und darüber hinaus Anschaffungen und Bauvorhaben zu planen. Das Konzept aus dem Jahr 2008, das in Teilen bereits fortgeschrieben worden war, wurde jetzt im Ganzen aktualisiert. Das Gefahrenpotenzial habe sich seit 2008 verändert, heißt es in der Vorlage für die Gemeinderäte, aber nicht so stark, dass die Anforderungen grundlegend andere geworden wären.

Rettung von Unfallopfern

Aus dem Löschfahrzeug LF 20 in Eberhardzell soll „kurz- bis mittelfristig“ ein HLF 20 werden: Das H steht im Feuerwehrjargon für (technische) Hilfeleistung. Die vorhandene Ausrüstung zur Rettung eingeklemmter Personen wird vom LF 8/6 auf das LF 20 verlegt. Ein zweiter Rettungssatz sei nicht nötig, da bei Bedarf ohnehin eine Stützpunktfeuerwehr des Kreisfeuerlöschverbands zu Hilfe kommt. „Mittel- bis langfristig“ soll in Eberhardzell das LF 8/6 ersetzt werden. Die Feuerwehr bevorzugt als Ersatz ein LF 10; das Fachbüro, das den Entwurf für die Gemeinde ausgearbeitet hat, schlägt ein Auto des Typs TSF-W oder MLF vor.

An den kleineren Standorten soll es dabei bleiben, dass jeweils zwei Fahrzeuge vorgehalten werden, um schnell zusätzliches Personal und Material zu Einsätzen bringen zu können. Dies sei auch für die Übungen, für Fahrten etwa zu Lehrgängen sowie für die Jugendarbeit sinnvoll. Bei den Zweitfahrzeugen handelt es sich um alte Autos, die beim turnusgemäßen Kauf von Ersatzfahrzeugen aufgemöbelt und behalten wurden. Auch in Füramoos soll das alte TSF „kurz- bis mittelfristig“ wieder in Betrieb genommen werden. „Mittel- bis langfristig“ sei für alle drei Standorte an Ersatz für diese Zweitfahrzeuge für den Mannschaftstransport zu denken. Oberessendorf soll dabei – wie eingangs erwähnt – zuerst drankommen.

Umkleiden für Frauen sind Thema

Was die Gebbäude angeht, soll geprüft werden, ob in Oberessendorf und Mühlhausen Anbauten mit separaten Umkleiden für weibliche Feuerwehrleute „mit vertretbarem Aufwand möglich wäre“. Bei der Fahrzeughalle in Mühlhausen soll obendrein der Anbau eines Stellplatzes geprüft werden; bis auf Weiteres wird der 120 Meter von der Garage entfernte Stellplatz weiter für das Zweitfahrzeug genutzt.

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