Eberhardzell will zusätzliche Wohn- und Gewerbeflächen

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Michael Mader

Der Flächennutzungsplan in der Verwaltungsgemeinschaft Biberach soll bis 2035 fortgeschrieben werden. Auch die Gemeinde Eberhardzell ist davon betroffen. Sie kann zusätzlich 15,4 Hektar an Wohnbauflächen und 11 Hektar als zusätzliche Gewerbeflächen ausweisen. Der Gemeinderat gab der Verwaltung in seiner Sitzung am Montagabend den Auftrag, für 15,5 Hektar Wohnbau- und immerhin 18, 3 Hektar Gewerbeflächen in Eberhardzell und in seinen Teilorten Füramoos, Mühlhausen und Oberessendorf auszuweisen. Diese Zahlen müssen jetzt der Verwaltungsgemeinschaft Biberach gemeldet werden.

Diese Fortschreibung soll in den kommenden vier bis fünf Jahren erfolgen. Dabei müssen die Entwicklungen vor Ort, insbesondere der Einwohnerzahlen berücksichtigt werden. Nach Angaben von Hauptamtsleiterin Christine Haug waren dafür bislang deutlich länger Aufstellungszeiträume nötig. „Wir haben eine sehr positive Entwicklung bei den Einwohnern und wollen dem auch gerecht werden“, sagte Bürgermister Guntram Grabherr. Ausschlaggebend für die Dauer des Verfahrens sind die Abstimmungsprozesse innerhalb der Gemeinde, mit der Verwaltungsgemeinschaft Biberach und insbesondere dem Regierungspräsidium Tübingen.

Dennoch werden sich die Konflikte zwischen Gewerbe, Wohnen, Landwirtschaft, Verkehr und Naturschutz nach seiner Auffassung noch verschärfen. Speziell die Trassenführung der B 30 in Oberessendorf mache da Probleme. Zumal seit 1984 bei der Umsetzung der Planung nichts passiert sei. Das Problem werde aktuell schon deutlich bei der Planung des Industriegebiets IGI Rißtal, beim dem mindestens zwei konträre Meinungen aufeinandertreffen.

Mehrere Wohngebiete entstehen

In Eberhardzell hat die Gemeinde mit dem Romersberg, dem Adler, dem Sonnenbühl und der Erweiterung Erlenweg vier Gebiete am Start, wo zusätzliche Wohnbauflächen entstehen sollen. In Füramoos sind es mit Kohläcker, Weiher, Falchenäcker und Bruchäcker ebenfalls vier Gebiete, die wachsen sollen. In Mühlhausen geht es um das Gebiet St. Joachim Ost und in Oberessendorf um das Gebiet Lindenhof II.

Danach seien die Möglichkeiten in diesen beiden Teilorten ausgereizt, erklärte Grabherr. In Füramoos und im Kernort Eberhardzell sehe es langfristig besser aus. Wie von Christine Haug ausgeführt wurde, könnte sich die Flächen noch verringern, je länger das Verfahren dauere.

Im Gewerbebereich ist die Situation nach Angaben von Haug noch akuter. Viele ortsansässige Betriebe hätten schon ihren zusätzlichen Bedarf an Flächen angemeldet. Dabei hat offensichtlich das Holzwerk Schneider in Kappel den größten Flächenbedarf. Knapp fünf Hektar sollen dort zum bestehenden Firmengelände dazukommen. Allerdings müssen die Firmen in naher Zukunft ihre konkreten Bauabsichten darlegen., Dies sei eine Forderung des Biberacher Stadtplanungsamtes. Die Zahlen müssen bis Ende September mit der Verwaltungsgemeinschaft abgestimmt werden.

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