Sitzen, Stehen, Gehen: alles Trainingssache

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Verein FortSchritt Dürmentingen Therapiewochen
Verein FortSchritt Dürmentingen Therapiewochen (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Wie schon seit vielen Jahren finden in den Schulferien Therapiewochen für behinderte Kinder in Dürmentingen statt. Diesmal besuchte Bürgermeister Dietmar Holstein den Verein FortSchritt.

In den Osterferien und Sommerferien singen Konduktorinnen, Helfer und Kinder: „Ich sitze gerade, ich sitze gerade…“. Wenn das zu hören ist, wissen die Beteiligten: Jetzt sind die Konduktorinnen aus Ungarn da und es heißt „Konduktive Therapie“ oder auch „Petö“, benannt, nach dem ungarischen Arzt Andras Petö. Die „Konduktive Therapie“ ist eine ganzheitliche Therapie, die behinderten Kinder helfen soll, ihre Fähigkeiten zu verbessern. Der Tag beginnt mit einer Salbeimassage, dann folgen ein Liege-, ein Sitz- und ein Stehprogramm. Auf jedes Kind wird dabei einzeln eingegangen, je nach Möglichkeiten.

Seit einigen Jahren finden die Therapieblöcke in der Schule in Dürmentingen statt. Deshalb lud der Verein Bürgermeister Dietmar Holstein ein, damit er sehen kann, dass auch in den Ferien in der Schule schwer trainiert wird. Er war beeindruckt vom Einsatz der Konduktorinnen und der Kinder.

Ein Therapieblock dauert normalerweise drei Wochen. Da die Osterferien nur zwei Wochen lang sind, ist hier nur ein verkürzter Block möglich. Dafür müssen die Kinder auch am Karfreitag und Ostermontag ran. Dafür sind es in den Sommerferien zwei Blöcke à drei Wochen. Das Programm dauert von 9 bis 15 Uhr. Pro Block nehmen vier bis sechs Kinder teil. Zur Unterstützung werden auch immer Helfer/innen gesucht.

Am 9. November ist um 14 Uhr Mitgliederversammlung in der Narrenstube „Löwen“ in Dürmentingen. Hierzu sind alle eingeladen.

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