Oswald Sattler begeistert in Dürmentingen

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 Inmitten des Otti Bauer Ensembles, die Violinkünstlerin Kim Leonores, daneben die Sopranistin Valerie Koning und der Hauptakteu
Inmitten des Otti Bauer Ensembles, die Violinkünstlerin Kim Leonores, daneben die Sopranistin Valerie Koning und der Hauptakteur des Abends Oswald Sattler. (Foto: Anton Munding)
Anton Munding

In der Sankt Johannes-Kirche in Dürmentingen durften Besucher des Kirchenkonzertes eine ganz besondere Vorweihnachtsstimmung aufnehmen. Oswald Sattler und das Ensemble Otti Bauer stimmten inn ihrem fast dreistündigen Programm gefühlvoll auf die Adventszeit ein. Abwechslungsreich und musikalisch hochwertig, begeisterten die acht Akteure ihr Publikum von der ersten bis zur letzten Minute.

Pfarrer Dr. Häring durfte am Freitagabend so viele Kirchenbesucher wie selten im Dürmentinger Gotteshaus begrüßen. Die Organisatorinnen Klara Mahlenbrey und Gabi Konrad mussten, aufgrund der riesigen Nachfrage, zusätzlich zu den Kirchenbankplätzen, viele Stühle im ganzen Kirchenraum verteilt aufstellen lassen. So waren beim Konzert mehr als 600 Zuhörer in St. Johannes Evangelist.

Auf seiner Vorweihnachtstournee machte Oswald Sattler, aus den Dolomiten kommend, Station mit seinem sakralen Musikprogramm am Fuße des Bussens. Das Ensemble Otti Bauer eröffnete den Reigen der religiösen Musikstücke mit Palladio von Karl Jenkins (1996) und Air von Johann Sebastian Bach. Kim Leonores ließ ihre Finger über den Geigenhals flitzen und Robert Albert gab mit seinem E-Piano perfekt den Klang der Kirchenorgel dazu. Dafür gab es, bei Kirchenkonzerten eigentlich unüblich, gleich lautstarken Applaus. Oswald Sattler eröffnete seinen besinnlichen Teil mit „Wie groß bist du“ und „Frieden allen Menschen“, angenehm begleitet von Sopran- und Tenorstimme. Schon hier zeigte Sattler, dass er mit dieser Konzertreihe seine Werte und seinen Glauben musikalisch ausdrücken möchte. Mit dem sehr eindrücklich vorgetragenen „Maria durch den Dornwald ging“ und dem „Ave Maria“ von Schubert, hörten die Gäste bekanntes aus der Kirchenliteratur,für sein Ensemble und Sattler sehr feinfühlig arrangiert von Otti Bauer.

Mit einem „Schneesturm“ von Georg Swiridow und dem „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck eröffnete das Ensemble und vor allem Kim Leonores mit ihrer Geige den zweiten Teil fulminant. Ruhig und bedächtig sang daraufhin Sattler seine besinnlichen Lieder zu den Themen Weihnacht und Stille.

Noch einmal reghaft und die, nun allseits zu hörenden, amerikanischen Weihnachtssongs aufnehmend, führten die Musiker um Otti Bauer auf das nochmals sehr emotionale und getragene Konzertende zu. Sattler sang sehr persönlich von „Weihnacht in mir“, dem „Engel der Weihnacht“ und „Weihnachten in den Dolomiten“. Dann setzte er mit „Leise rieselt der Schnee“ den Schlusspunkt.

Mit einem „Dankeschön, dass Ihr do wards“ und guten Wünschen fürs neue Jahr verabschiedete sich Oswald Sattler von seinen begeisterten Fans und Zuhörern. Und dann gab es natürlich noch zwei Zugaben. Erst „O du fröhliche“ und dann mit allen Besuchern zusammen klanggewaltig das „Te Deum“. Beeindruckend.

Zur Person

Oswald Sattler war 1983 Gründungsmitglied der Kastelruther Spatzen. 1993, als Tourneen und Auftritte ihm kaum noch Zeit für die Familie und seine geliebte Heimat ließen, entschloss er sich dem Leben eine neue Richtung zu geben. Wieder zuhause widmete er sich ganz seiner Familie und der Landwirtschaft. Diese schöpferische Pause beendete er 1996 und ging als Solo-Künstler auf die Bühne zurück. Seither hat er eigene goldene Schallplatten bekommen und den Grand Prix der Volksmusik sowie zwei goldene Stimmgabeln gewonnen.

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