Musiker begeistern mit ihrer Serenade

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Die Musikanten aus Dürmentingen begeisterten mit ihrer Serenade das Publikum.
(Foto: SZ- Kurt Zieger)

Der Musikverein Dürmentingen hat bei seinem dritten Serenadenkozert die Sommer- und vor allem die Urlaubszeit eingeläutet. Neben weltbekannten Melodien aus Film und Fernsehen waren auch Beispiele hervorragender Blasmusik zu hören, die etwa 150 Zuhörer begeisterte.

Unter dem Motto „Eine runde Sache“ zeigten die Blockflötengruppe, die Jugendkapelle H2D und der Musikverein Dürmentingen gekonnt in Melodie und Sound ihr Können. Gleich zu Beginn zeigten die Kleinsten des Musikvereins Dürmentingen, was sie gelernt haben. Von „Danke für diesen guten Morgen“ oder „Laudato si“ war das Publikum angetan vom Vortrag der Musikantinnen und Musikanten. Die Blockflötengruppe bildet beim Musikverein Dürmentingen die Vorstufe zur musikalischen Grundausbildung, welche in Kooperation mit der Grundschule Dürmentingen stattfindet. Peter Mayer hatte mit seiner Jugendkapelle H2D und dem Musikstück „I will follow him“ eine grandiose Hymne zur Konzerteröffnung ausgesucht. Das Lied ist vor allem aus dem weltbekannten Film Sister Act mit Whoopi Goldberg bekannt.

In die Moderne entführten die 25 Jugendlichen aus Heudorf, Hailtingen und Dürmentingen das Publikum beim Pophit „Wake me up“ von Avicii. Das sich immer mehr auf- und abbauende Stück ist untergliedert in mehrere Teile, die einen eher sanft und ruhig, die anderen im Kontrast heftig und voluminös. Ob bei „Lustig und Fidel“ und dem Solo an der Posaune von Marian Otto oder bei „Happy“ die heiteren Musikstücke hatten es den Musikern angetan, denn die anspruchsvollen Stücke prägten vor allem das prägnante Schlagwerk im Kontrast mit den Trompeten und Tuben. Die Stücke entführen die Zuhörer in eine Ausgeglichenheit, Vielfältigkeit und Leichtigkeit des Musizierens.

Der Musikverein Dürmentingen bescherte dem Publikum mit seiner Auswahl an Musikstücken ein unvergessenes Hörerlebnis und Unterhaltungsprogramm. Hervorragend hatten Philipp Winter und die Musikanten symphonische Blasmusik und stramme Marschrhythmen ausgesucht. Das Stück „Storie oli tutti i gioni“ von Maurizio Fabrizio erzählt von heiteren und dahinplätschernden Alltagsgeschichten. Dagegen bildete der Marsch „Mars de Medici“ einen starken Kontrast. Das Stück ist geprägt von der Symbiose rauschenden Blechbläser und Holzbläser.

Wohlklingend und harmonisch

Die „Uschi-Polka“ erinnert in abwechslungsreichen, vielschichtigen und prägnanten langsamen Passagen mit einem eingefügten schnellen Mittelteil an eine Festzeltmusik. Die „Egerländer Erinnerungen“, im Original von den Allgäu Sechs und Berthold Schick, konnten die Zuhörer bereits beim Anna Fest in Unlingen einen Tag zuvor hören. Die Komposition zeigte das makellose Zusammenspiel der einzelnen Register zu einer eindrucksvollen Demonstration wohlklingender und harmonischer Blasmusik. Bei „Heut ist unser Hochzeitstag“ in einem Arrangement von Franz Bummerl und einem eher noch ungekannten Marsch „Salemonia“ von Kurt Gäbele strömten feste kompakte Klänge in einem Wechsel mit fast einschmeichelnden Passagen sowie vorwärts drängenden Abschnitten in die Ohren der Zuhörer.

Sicherlich ein Höhepunkt der Sommerserenade war das Musizieren des Musikvereins und der Jugendkapelle H2D. Der Klassiker „Angels“ von Robbie Williams war für alle ein anspruchsvolles Werk. Mit dem umjubelten „One Moment in Time“ von der Soulsängerin Whitney Houston endete das hörenswerte Serenadenkonzert des Musikvereins Dürmentingen.

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