Jonathan Hönig aus Dürmentingen hat beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" einen ersten Platz belegt. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung
Simon Schwörer

Fürth - Neun Monate hat Jonathan Hönig aus Dürmentingen geübt, hat sein Können im Regional- und Landeswettbewerb bewiesen und sich so für den Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in Fürth qualifiziert. Auch diesen hat er gemeistert. Und wie: Jonathan hat sich den ersten Platz in der Kategorie „Schlagzeug III“ gesichert.

Zum vierten Mal war der 14-Jährige bei „Jugend musiziert“. Vier Musikstücken, mit Pauke, kleiner Trommel, Marimbaphon und Schlagzeug musste er einer Jury aus vier Hochschulprofessoren vorspielen, erzählt Jonathans Mutter, Sabine Hönig.

Jonathan wirkt im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung selbstbewusst. Vor Auftritten sei er schon lange nicht mehr so aufgeregt, wie früher, erklärt er. „Kurz vor den Auftritten hat man dann schon Angst, den „Text“, also die Noten zu vergessen.“

Seit sechs Jahren spielt Jonathan Schlagzeug. Die Wahl des Musikinstruments stand schon lange fest: „Als ich noch kleiner war, habe ich immer Kochtöpfe rausgeholt und losgetrommelt“, meint er lachend. In seiner Familie und Verwandtschaft werde viel Musik gemacht, sagt Jonathan. Auf die Frage, was er denn selbst am liebsten für Musik höre, meint der Dürmentinger: „Eigentlich alles, außer Metal und Volksmusik. Sonst alles was im Radio läuft.“

Für den ersten Platz bei „Jugend musiziert“ hat er hart gearbeitet. Jeden Tag übt Jonathan für zwei Stunden am Schlagzeug, meistens am Abend, wo er sich nochmals voll konzentrieren muss. Trotzdem bekommt er alles unter einen Hut: „Hausaufgaben machen und Freunde treffen mache ich tagsüber“, meint er. Weil er so fleißig geübt hat, hat er sich vom Wertungsspiel bei „Jugend musiziert“ auch eine gute Note erhofft.

Eine besondere Ehre für Jonathan war die Teilnahme am Preisträgerkonzert von „Jugend musiziert“ in Erlangen. Die Jury habe ihn hierfür vorgeschlagen, sagt seine Mutter Sabine Hönig. „Das war ganz toll“, erinnert sich der Vater von Jonathan, Wolfgang Hönig.

Auch in Zukunft will Jonathan der Musik treu bleiben. So spielt er momentan im Jugendorchester „H2D“ des Musikvereins Dürmentingen, in der Schulband der Riedlinger Geschwister-Scholl Realschule und im Modern Symphonic Percussion Ensemble. Auch beruflich kann er sich eine Karriere als Musiker vorstellen. „Ich möchte gerne einmal Musik studieren und würde gerne in einer Band oder in einem Live Orchester spielen“, gibt er sich selbstbewusst. Seine Wettbewerbserfahrung helfe Jonathan in diesem Punkt weiter, meint sein Vater und ergänzt: „Jugend musiziert kann ein Sprungbrett und ein Türöffner sein.“

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