Der Wald steht schwarz und schweiget

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Schwäbische Zeitung

Überraschend groß ist die Besucherzahl von evangelischen und katholischen Christinnen und Christen gewesen, die zur ökumenischen Waldandacht auf dem historischen Festplatz „Auf der Lehr“ in Dürmentingen gekommen waren. Leider war das Jugendorchester H2D ferienbedingt nicht spielfähig. Kurzerhand sprangen altbewährte Musikanten ein und stellten ihr spontanes Können als pfiffiges Quintett unter Beweis.

Pfarrerin Gudrun Berner vom evangelischen Pfarramt Pflummern und Pater Helmut Schlegel OFM, Meditations- und Exerzitienbegleiter und Autor Neuer Geistlicher Lieder vom Exerzitienhaus in Hofheim/Taunus, leiteten den naturnahen Gottesdienst unter dem Thema „Unser Wald kann mehr als rauschen“. Mit verschiedenen Impulsen wurde die ökologische Bedeutung der Bäume dargestellt und sogar die Feststellung getroffen, dass wir Menschen den Bäumen verwandt sind. „Ein Baum ist schön wie ein Zeichen, wir Menschen können Bäumen gleichen. So auch wir, wenn wir gut leben, einander Halt und Stärke geben.“ Wie die Bäume können und wollen auch die Menschen nicht allein leben. Sie sollten deshalb das Beispiel aus der Natur aufnehmen, die Stärke der Gemeinschaft zu nutzen und in guter Nachbarschaft und in Frieden miteinander zu leben.

Die Fürbitten wurden von Kindern vorgetragen und mit Bitt- und Dankesliedern für die wunderbare Schöpfung gedankt. Zum Ausklang der ansprechenden Andacht war die Dämmerung zwar noch nicht eingetroffen, aber beim wunderschönen Lied von Matthias Claudius „Der Mond ist aufgegangen“ wurde gerne eingestimmt und mit dem Anliegen im Schlussvers: “… und lass uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbarn auch“ ging der 28. Feriengottesdienst in Dürmentingen zu Ende.

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