Dürmentinger Kirchchor blickt mit Freude auf das Jahr 2019

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 Geehrt für ihre langjährige Mitgliedschaft (von links): Vorsitzende Christina Mahle-Koch, Neu-Ehrensänger Anton Traub (50 Jahre
Geehrt für ihre langjährige Mitgliedschaft (von links): Vorsitzende Christina Mahle-Koch, Neu-Ehrensänger Anton Traub (50 Jahre), Ehrensängerin Frida Höge (65 Jahre), Bernd Jäger (20 Jahre), Elisabeth Traub (40 Jahre), Vorsitzender Thomas Zippler, Dirigentin Sarah Baranja, Regina Costa (10 Jahre), Marita Künzelmann (10 Jahre), Ehrensängerin Beate Denzler (60 Jahre) und Pfarrvikar Francis Nwosu. (Foto: MV Dürmentingen)
Schwäbische Zeitung

Bei der Jahreshauptversammlung des katholischen Kirchenchors Dürmentingen wurden langjährige Sängerinnen und Sänger für insgesamt 255 aktive Jahre mit Urkunden und Präsenten geehrt. Das Vorstandsduo begrüßte unter anderem Christina Mahle-Koch und Thomas Zippler die Ehrensängerinnen und Ehrensänger, den Ehrendirigenten und „besten Notenwart der Welt“ Klaus Zippler. Der Rückblick auf das Jahr 2019 folgte: So war neben den jährlich wiederkehrenden kirchenmusikalischen Einsätzen an Karfreitag in den frühen Abendstunden die besondere Gestaltung der Feier des Leidens und Sterbens Jesu Christi ein besonderes Erlebnis. Die „Cäcilienmesse“ von Ignaz Reimann wurde am Ostermontag aufgeführt, gefolgt von der Maiandacht am 1. Mai und der Erstkommunion. Pfingsten, Fronleichnam, die feierliche Abschiedsmesse von Pfarrer Peter Häring und die kirchliche Weihe der Turnhalle bei extremer Sommerhitze waren weitere musikalische Herausforderungen.

Mit der fulminanten „Turmbläsermesse“ von F. Limbacher, unterstützt durch eine Bläsergruppe des Musikvereins Dürmentingen, wurde beim Kirchenpatrozinium das Jahr 2019 mit Pauken und Trompeten aufgeführt.

Aber nicht nur pastorale Termine trieben den Chor um, auch die Gemeinschaftspflege kam nicht zu kurz: Über das Jahr verteilt erlebte man gemütliche Kameradschaftsabende, eine Besichtigungsfahrt, einen herrlichen Ausflug in die Landeshauptstadt Stuttgart, einen Stimmbildungstag, ein Grillfest und ein internes „Wunschkonzert“. Unter dem Motto „Gute Reise“ wurde für die verstorbenen Chorsängerinnen und Sänger eine bewegende Andacht in der Lorettokapelle gefeiert, zu ihren Ehren gesungen und als Zeichen der Verbundenheit die 59 Gräber der verstorbenen „Ehemaligen“ mit einem Rosensträußchen geschmückt.

Schriftführerin Iris Brobeil ließ den Jahresablauf in einer bunten Chronik aufleben. Beim Kassenbericht wurde dem Kassier Felix Schlegel von den Kassenprüfern eine vorbildliche Kassenführung bestätigt.

An die Grenzen

Im Bericht der Chorleiterin kam zum Ausdruck, dass der Chor an großen Herausforderungen und durch an „die Grenzen gehen“ gewachsen sei und man sich Fortschritte in Klangfarbe und Sangeskraft erarbeitet habe. Ein besonderes Lob wurde vom Chor angenommen: Dirigentin Sarah Baranja könne sich immer auf den Chor verlassen. Ihr Dank galt auch der gesamten Vorstandschaft für die gute und reibungslose, oft spontane Zusammenarbeit.

Dass ein so anspruchsvolles Jahresprogramm nur mit verlässlicher Probenarbeit gelingen kann, zeigte sich bei der Auszeichnung und Wertschätzung für vorbildlichen Probenbesuch.

Zu Höchstleistungen animiert

Mit viel Applaus aus der Sängerschar wurde der Dank des Vorstands an die Chorleiterin Sarah Baranja bekräftigt. Ihre Offenheit für Neues, das Vertrauen in den Chor, die Ideen, ihr absolutes Musikverständnis, ihr mitreißendes und konsequentes Dirigat begeistere und animiere den Chor zu Höchstleistungen. Man spüre, dass ihr dieser Kirchenchor eine Herzensangelegenheit sei. Dass der Chor zudem durch die Sängerin Petra Zoll verstärkt wurde, wurde mit Freude zur Kenntnis genommen.

Die beantragte Entlastung der Vereinsführung durch Günther Schirmer war reine Formsache und wurde einstimmig befürwortet. Außerdem ernannte der Verein Anton Traub zum Ehrensänger, der seit einem halben Jahrhundert den Tenor unterstützt. Der Chor darf oft den „kurzen Dienstweg“ in Anspruch nehmen, beispielsweise wenn Unterstützung durch sein Amt als Kirchenpfleger erforderlich ist.

Als Anerkennung wurden ihm der Ehrenbrief seines Chefs, des Bischofs und die Ernennungsurkunde des Cäcilienverbandes überreicht.

Mittlerweile hat der Kirchenchor Dürmentingen alle Aktivitäten eingestellt. Man hofft, dass bald wieder ein Festgottesdienst mit Chorgesang stattfinden kann für viele gesunde Kirchenbesucher.

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