Dürmentinger erleben schönes Serenadenkonzert

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Wer einen Western-Song spielt, muss auch einen Cowboyhut tragen: die Gemeinde-Jugendkapelle H2D beim Serenadenkonzert in Dürment
Wer einen Western-Song spielt, muss auch einen Cowboyhut tragen: die Gemeinde-Jugendkapelle H2D beim Serenadenkonzert in Dürmentingen. (Foto: gerhard rundel)
Gerhard Rundel

Ein gelungenes Serenadenkonzert haben vier Dürmentinger Musikgruppen gegeben. Die Flötenkinder, die Jugendkapelle H2D, die Alphornbläser und der Musikverein zeigten sich von ihrer besten Seite und unterhielten die rund 200 Gäste bei angenehm warmem Wetter im Schulhof.

Rund zwei Stunden lang erklang Musik von verschiedenen Instrumenten und Formationen. Hochkonzentriert begannen die von Katja Rettich und Laura Geiselhart geleiteten 15 Flötenkinder. In zweierlei Gruppen spielten sie gekonnt die Stücke „Drachen in der Höhle“, „Rag Time“ und „Hey, hey, Wickie“ zur Freude der Besucher und der Eltern. Für den notwendigen Backround sorgte die eingespielte Musik einer CD.

Mit dem „Captain America March“ begann Dirigentin Michaela Funk mit der Jugendkapelle H2D (Hailtingen, Heudorf, Dürmentingen). Beim Country- und Western-Song „Riders in the Sky“ traten die frisch aufspielenden Jugendlichen sogar mit Cowboyhüten an. Zwischendurch knallten Pistolenschüsse passend zum Takt. Mit „Safe And Sound“ beendeten die freudig musizierenden Jugendlichen ihren Konzertteil. Bei der Filmmusik zu „Game of Thrones“ übernahm Lina Hölz den Taktstock.

Die sechs Dürmentinger Alphornbläser starteten klangvoll und intonationssicher mit dem „Allgäuer Hirtenruf Nr. 2“. Bei der „Allgäuer Alphornpolka“ gingen die Bläser von einem getragenen Choral in eine muntere Polka über. Mit Bass, Begleitung und Melodie erklang ein heiteres Zusammenspiel mit fetzigem Sound. Als gelungenen Abschluss brachte das Alphorn-Sextett „Vom Lüner See“ und den „Alphorn Boarischen“.

Den letzten Konzertteil bestritt das Blasorchester des Musikvereins. Mit dem festlichen Konzertmarsch „Euphoria“ hatte Dirigent Philipp Winter gleich ein technisch und tonlich anspruchsvolles Stück aus. Bei schnellen Triolen- und Sechzehntelnoten konnten Melodie- und Harmoniebläser schon am Anfang ihr Können zeigen. Nach einem weichen klangvollen Trio im Cantabile hatten die Holzbläser im Schlussteil nochmals einiges zu Tun.

Beim Marsch „Bravour Trommler“ zeigte sich Andreas Traub an der kleinen Trommel als versierter Solist. Nach dem „Melton-Marsch“, der Polka „Musikantenzauber“ ging es mit „Pacific Dreams“ zur modernen Musik über. Im Rock-Medley „Toto in Concert“ brachten die Musiker die besten Titel der amerikanischen Rockband der 70er-Jahre gelungen zu Gehör.

„The Best of Mika“ und John Lennons „Imagine“ als Zugabe bildeten den Schluss eines schönen Serenadenkonzertes. Nicht nur die Besucher waren zufrieden, sondern auch Dirigent Philipp Winter: „Ich glaube, wir haben unsere Musik sehr gut rübergebracht und gemeistert.“ Es sei ein abwechslungsreiches, wunderschönes Serenadenkonzert gewesen, sagte einer der Konzertbesucher. „Als letztes Stück hätte ich mir jedoch kein modernes Stück, sondern einen zünftigen Marsch gewünscht.“

Ursprünglich war die Serenade auf der idyllischen Lehr geplant. „Wegen der unsicheren Wettervorhersage haben wir das Konzert in den Schulhof nach Dürmentingen verlegt“, sagte Helmut Stuhler, Vorsitzender des Musikvereins. Schon nach der ersten Gruppe fielen einige Regentropfen. Diese konnten aber den Akteuren und dem Publikum nichts anhaben und verdampften alsbald in der schwülen Luft. Das Konzert konnte danach ohne weitere Wetterkapriolen zu Ende gebracht werden.

Jugendausbildung kostet viel Geld, so Stuhler weiter. „Deshalb kommen der heutige Bewirtungserlös und die Einnahmen aus der Spendenkasse unserer Nachwuchsförderung zugute.“ Einen Wehrmutstropfen gab es dennoch: Stuhler verkündete, dass Dirigent Philipp Winter zum Jahresende aufhört. „Deshalb suchen wir einen neuen Dirigenten und warten auf Bewerbungen.“

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