Schmied und Wagner zeigen Handwerkskunst

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Schmied und Wagner zeigen Handwerkskunst
Schmied und Wagner zeigen Handwerkskunst (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Mit einem gemütlichen Sichelhenkefest lässt das Dettinger Dorfmuseum am Sonntag, 7. Oktober, die diesjährige Museumssaison ausklingen. Von 13 bis 18 Uhr gibt es Vorführungen.

Anhand einer circa 100 Jahre alten Hausmoste wird demonstriert, wie früher Äpfel zu gutem Apfelsaft und zum beliebten schwäbischen Nationalgetränk, dem Most, verarbeitet wurden. In der Schmiede, deren Einrichtung vom letzten Dettinger Dorfschmied stammt, ist zu sehen und zu hören, wie einst geschmiedet wurde. In der Wagnerwerkstatt, die zum großen Teil vom letzten Dettinger Wagner stammt, erfahren die Besucher, wofür und wie ein Wagner einst gearbeitet hat. Frauen führen die alte Handarbeitstechnik des Klöppelns vor.

Letztmals zu sehen ist die diesjährige Sonderausstellung „Das Drama mit der Deutschen Welle vor 50 Jahren“. Anhand von Fotos und Texten können sich ältere Heimatfreunde daran erinnern und jüngere Heimatfreunde sich darüber informieren, wie die Illertal-Region auf die Pläne der Bundespost, eine weitverzweigte Großsendeanlage zu installieren, reagierte. Durch eine Vielzahl von hohen Gittermasten wäre die Landschaft massiv verschandelt worden. Besonders auch durch eine große Demonstration auf dem Dettinger Fußballplatz und vor der Dettinger Festhalle, an der sich viele besorgte und erboste Illertäler beteiligt haben, konnte dies verhindert werden.

Aus dem Museums-Backhäusle gibt es ofenfrisch schwäbische Plätze. Für eine Bewirtung mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen sowie Getränken aller Art (auch frischgepresster Apfelsaft und Most) sorgen die Frauen der Trachtengruppe des Dorfmuseums. Die „Kübler’s“ begleiten den Nachmittag mit altschwäbischer Brauchtumsmusik.

Heimatfreunde aus den benachbarten Dörfern können bei einem Hoigata Erinnerungen und Neuigkeiten aus den Illertalgemeinden und darüber hinaus austauschen. Bei regnerischem oder kühlem Wetter können die Besucher die Getränke und Speisen auch im ehemaligen Stall des Museums genießen.

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