Dettinger Jugendfeuerwehr erlebt eine unruhige Nacht

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 Jugendliche von der Jugendfeuer Dettingen sind bei einem nächtlichen Einsatz der Berufsfeuerwehr mit dabei.
Jugendliche von der Jugendfeuer Dettingen sind bei einem nächtlichen Einsatz der Berufsfeuerwehr mit dabei. (Foto: Feuerwehr Dettingen)
Schwäbische Zeitung

Neun Jugendliche der Jugendfeuerwehr Dettingen sind am vergangenen Wochenende zum Dienst angetreten, um zu erleben, wie ein Tag beziehungsweise eine Nacht bei der Berufsfeuerwehr aussehen kann. Wie die Feuerwehr Dettingen berichtet, waren die jungen Brandschützer bei einigen Einsätzen der Feuerwehr in der Nacht und am frühen Morgen beteiligt, insgesamt sieben Alarmierungen hielten die Jugendlichen auf Trab.

Doch bevor es los ging, wurden zuerst im Schulungsraum Feldbetten aufgebaut. Auf diesen sollten die Jugendlichen die Nacht verbringen. Der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Alexander Geist richtete auf den Smartphones der Jugendlichen den Alarm ein. Anschließend begrüßte Jugendfeuerwehrwart Thomas Spieler alle Teilnehmer, danach wurde die Schichteinteilung vorgenommen. So wusste jeder, wann er welche Funktion zu besetzen hatte.

Neben dem Dienst in der Zentrale wurden die Positionen Angriffs-, Schlauch- und Wassertrupp eingeteilt. Bei den folgenden Einsätzen wurde nicht nur das Löschgruppenfahrzeug und der Mannschaftstransportwagen besetzt, sondern auch die Funkfeststation. Sie diente als Leitstelle, bei ihr wurden die Einsätze am Telefon angenommen und abgefragt. Der erste Einsatz ließ auch nicht lange auf sich warten und war tierischer Natur: Eine Katze musste vom Baum gerettet werden.

Sobald das erledigt war, übten die Jugendlichen im Theorie-Unterricht angeleitet von Felix Schreier und Tim Damaschke die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die stabile Seitenlage und die Standard-Einsatzregel „Löschangriff Dettingen“. Noch während der Unterricht lief, wurde eine bewusstlose Person gemeldet, der zweite Einsatz für die jungen Brandschützer. Nach der Rückkehr von diesem Einsatz wurde der Unterricht weitergeführt, doch der dritte Einsatz kam sogleich: Ein Brand wurde gemeldet.

Nach diesem spannenden Einsatz rückte man wieder ein. Im Feuerwehrhaus angekommen schauten sich die Jugendlichen nach dem Abendessen im Jugendfeuerwehrraum zwei Folgen der bekannten Serie „ Feuer und Flamme“ an – was aber nicht ganz gelang, da schon der vierte Einsatz auf die jungen Brandschützer wartete. Doch dieser stellte sich als Fehlalarm heraus. Nach dem Einrücken wurde weiter die Serie geschaut, bis das Smartphone die Jugendlichen zum fünften Einsatz alarmierte. Bei diesem war eine Person gegen einen Strommasten gefahren, und eine Person wurde vermisst. Mithilfe der neuen Wärmebildkamera konnte diese jedoch schnell wieder gefunden werden.

Nach diesem aufregenden Abend gingen die Jugendlichen zu Bett. Der Rest der Nacht war ruhig, allerdings hatte die Einsatzabteilung am Samstagmorgen eine weitere Tierrettung zu machen, welche von den Jugendlichen fast unbemerkt blieb. Um 7.41 Uhr ging dann der Notruf für den sechsten Einsatz ein, verschlafen zogen sich die Jugendfeuerwehrleute an und besetzten die Fahrzeuge. Ein Fahrradfahrer war einen Berg hinunter gestürzt und musste versorgt werden. Wieder im Feuerwehrhaus angekommen erwartete die Jugendfeuerwehrler das Frühstück. Anschließend wurden Reinigungsarbeiten im Feuerwehrhaus und an den Gerätschaften durchgeführt – bis die Jugendlichen zu einem Brand gerufen wurden, ihrem siebten und vorerst letzten Einsatz.

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