Rainer Aumann war bei den Triathlon-Weltmeisterschaften in seiner Altersklasse der Schnellste.
Rainer Aumann war bei den Triathlon-Weltmeisterschaften in seiner Altersklasse der Schnellste. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Der Triathlet Rainer Aumann vom TV Dettingen ist Weltmeister der Altersklasse (AK) 40. Aumann setzte sich bei den ITU-Langdistanz-Weltmeisterschaften in Motala in Schweden gegen die gleichaltrigen Konkurrenten durch und war in der Gesamtwertung aller Klassen als 17. der beste deutsche Starter.

Aumann war zusammen mit 18 weiteren deutschen Teilnehmern seiner Altersklasse in Östergötland am Start. Der Wettkampf sollte über die Distanz von vier Kilometern Schwimmen, 120 Kilometern Radfahren und 30 Kilometern Laufen ausgetragen werden, doch wurde die Schwimmstrecke aufgrund der kühlen Wassertemperatur von 14 Grad auf 1,5 Kilometer verkürzt. Der Start erfolgte bei den Altersklassenathleten in zwei Gruppen in der Bucht von Motala im kristallklaren Wasser des Vätternsees, des zweitgrößten Sees von Schweden und einst eines der schönsten Badegewässer der Welt. Aumann war von Beginn des Schwimmens an im vorderen Feld und wechselte als Sechster seiner Altersklasse (AK 40-44) aufs Rad.

Rückstand hält sich in Grenzen

Das 120 Kilometer lange Radrennen führte die Teilnehmer durch die unberührten Landschaften nördlich von Motala. Die drei Runden umfassende Strecke verlief auf Straßen mit Ausblick über den See und die Zuschauer feuerten ihre Favoriten an. Aumann setzte sich in der zweiten Radrunde an die Spitze und musste in der dritten Runde nur einen Konkurrenten aus der Schweiz ziehen lassen. Der Rückstand hielt sich jedoch mit 35 Sekunden in Grenzen.

Die Laufstrecke folgte dem Seeufer westlich der Stadt und umfasste ebenfalls drei Runden von jeweils zehn Kilometer Länge. Aumann spielte seine Laufstärke aus und übernahm nach drei Kilometern wieder die Führung. Jedoch machte zu Beginn des Laufens sein Konkurrent aus den USA mächtig Druck und versuchte, den Rückstand von vier Minuten zu verringern. Der Amerikaner hatte 2013 bei den ITU-Langdistanz-Weltmeisterschaften im französischen Belfort in seiner Altersklasse gewonnen.

Nach der zweiten Laufrunde war der Vorsprung um die Hälfte geschrumpft. Aumann holte noch einmal alles aus sich heraus, um nicht kurz vor dem Ziel noch eingeholt zu werden. Der Plan ging auf und der TVD-Athlet baute seinen Vorsprung in der letzten Laufrunde bis in Ziel wieder auf 3:43 Minuten aus.

Mit seiner Zeit von 5:19,13 Stunden belegte Rainer Aumann den 17. Platz in der Gesamtwertung und war damit bester deutscher Teilnehmer in Motala. Aber was noch wichtiger war: Souverän siegte der Dettinger in seiner Altersklasse 40 und stand als Weltmeister ganz oben auf dem Treppchen.

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