Neues Feuerwehrhaus kommt auch in der Bevölkerung gut an

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Kurt Kiechle

Den Feierlichkeiten anlässlich der offiziellen Übergabe des neuen Feuerwehrhauses der Gemeindefeuerwehr Burgrieden haben die rund 80 aktiven Wehrleute am Sonntag mit der Einweihung des zentralen Gebäudes und einem „Tag der offenen Tür“ die Krone aufgesetzt.

Wider Erwarten spielte auch das Wetter mit – bis ein kräftiger Regenschauer in der vierten Nachmittagsstunde auch alle im Freien feiernden Besucher ins schützende Festzelt und die geräumige Fahrzeughalle trieb. Der Fröhlichkeit konnte dies freilich keinen Abbruch tun, für eine ausgelassene Stimmung sorgten drei Stunden nonstop der Musikverein „Cäcilia“ Burgrieden mit Dirigent Thomas Fritsch und zuvor schon genau so lange der Musikverein Rot, geleitet von Claudia Rohmer .

„Das war doch ein tolles, absolut gelungenes Fest“, begeisterten sich viele der mehrere hundert Besucher. Ihre Referenz gegenüber den Burgrieder Feuerwehrkameradinnen und -kameraden erwiesen zahlreiche Floriansjünger aus der näheren und weiteren Umgebung, die teils auf Einladung in die Rottalgemeinde gekommen waren. Die rund 150 Helfer im Servicebereich bewährten sich im Team ausgezeichnet. Rund 1200 Mittagessen – Schnitzel oder gemischter Braten – servierten sie ohne große Wartezeiten. Mit angepackt hatten auch Familienangehörige der Wehr und Mitglieder von örtlichen Vereinen, ein gutes Zeichen einer funktionierenden Dorfgemeinschaft.

Ökumenischer Gottesdienst

Eingeläutet wurde der Tag der Einweihung mit einem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Stefan Ziellenbach von der katholischen und Doris Seitz-Kernen von der evangelischen Kirche Oberholzheim. Für die musikalische Gestaltung sorgte ein Bläser-Sextett des Musikvereins Rot. In seinen Eingangsworten dankte Ziellenbach für das Zustandekommen dieses ökumenischen Gottesdienstes, „in dem wir dieses neue, moderne Feuerwehrhaus unter den besonderen Schutz Gottes stellen“. Die Fürbitte galt auch den Feuerwehrleuten selbst, die „Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr“ ihren Dienst tun. In ihrer Ansprache stellte Pfarrerin Seitz-Kernen den Patron der Feuerwehr, Sankt Florian, sowie die vielseitigen Dienste der Wehren heraus. Sie sah darin Parallelen zur Geschichte des barmherzigen Samariters, den sie als „vorbildlichen Ersthelfer“ bezeichnete.

Gut gelaunt trat Bürgermeister Josef Pfaff ans Mikrofon. Wie schon bei anderer Gelegenheit betonte er, beim Bau des Feuerwehrhauses sei es nicht einfach darum gegangen, eine neue Bleibe für die Feuerwehrfahrzeuge und Gerätschaften zu schaffen. „Vielmehr ging es uns darum, die Leistungsfähigkeit unserer Wehr nachhaltig zu verbessern.“ Die Feuerwehren in Burgrieden, Rot und Bühl hätten dazu einen ganz wichtigen Beitrag geleistet, in dem sie zustimmten, dass es künftig nur noch eine einzige Einsatzabteilung gibt, die Gemeindefeuerwehr Burgrieden. Diese sei dann tatsächlich auch einsatzbereit, auch tagsüber, wenn viele Feuerwehrleute auswärts bei der Arbeit seien. Es sei ein Neubau entstanden, den die Feuerwehrangehörigen von Beginn an ganz intensiv begleitet hätten, „und zwar in einer Art und Weise und in einem Umfang, wie das keinesfalls üblich ist.“ Man dürfe dankbar sein für die weitsichtige und richtige Entscheidung des Gemeinderats und stolz auf das Werk. „Das ist schon eine Meisterleistung.“

Als kleine Geste des Dankes überreichte der Bürgermeister, jetzt in der Eigenschaft des zweiten Vorsitzenden des Historischen Vereins, eine Sankt-Florian-Figur. Ein Bild davon konnten sich die vielen interessierten Besucher bei geführten Rundgängen durch das stattliche Gebäude machen. Sie freuten sich, dass die rund 20 Jungs und Mädels einen eigenen Jugendraum bekommen haben und dort hervorragend auf ihren Feuerwehrdienst vorbereitet werden können.

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