Gemeinderat legt Preise und Straßennamen fest

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 Erschließungsplan für das Baugebiet Gassenberg West: Die Zufahrt soll über den Höhenweg erfolgen.
Erschließungsplan für das Baugebiet Gassenberg West: Die Zufahrt soll über den Höhenweg erfolgen. (Foto: Grafik: Es Tiefbauplanung)
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Bei der Gemeinderatssitzung in Burgrieden am Montagabend stand das Baugebiet Gassenberg West im Fokus. Im kommenden Jahr sollen hier 24 Bauplätze entstehen.

Die Mitglieder des Gemeinderats billigten die Erschließungsplanung und die damit verbundenen Kosten von knapp zwei Millionen Euro. Davon sind 1,1 Millionen für den Straßenbau, die Kanalisation, Wasserleitungen, Straßenbeleuchtung und das Verlegen von Glasfaserkabeln vorgesehen. Das übrige Geld entfällt unter anderem auf den Leitdamm und den Wirtschaftsweg. Den Bebauungsplan hatte der Gemeinderat bereits im vergangenen Oktober beschlossen. Dieser ist nun rechtskräftig.

Zufahrt über den Höhenweg

Erwin Schmid vom Büro ES Tiefbauplanung erörterte Besonderheiten des Erschließungsplans. Die Zufahrt auf das Gelände solle über den Höhenweg erfolgen, und zwar zwischen den Häusern mit der Nummer 16 und 18. Um die erforderliche Breite der Straße sicherzustellen, müssten Bepflanzungen weichen. Diese befänden sich ausschließlich auf öffentlichem Gelände. „Die Steigung der Straße liegt an dieser Stelle bei zwölf Prozent“, erklärte Schmid. Damit es bei Schnee kein Chaos gebe, müsse entsprechend gestreut werden.

Außerdem sieht der Erschließungsplan vor, einen Feldweg zwischen den Adressen Höhenweg 32 und 34 einzubeziehen. „Dieser soll ausgebaut und als Abfahrt genutzt werden“, sagte Schmid. Allerdings werde der Weg schmaler ausfallen. Daher sei eine Einbahnstraßenregelung vorgesehen. Auch in diesem Fall müssten Bepflanzungen weichen. „So muss nicht der gesamte Verkehr über die Hauptzufahrt abgewickelt werden.“

In Bezug auf die Kanalisation gelte: „Für bereits bestehende Kanäle, an die das Baugebiet angeschlossen wird, ergibt sich keine Mehrbelastung.“ Die Straße im neuen Wohngebiet würde auf Erdschichten gebaut, die „nicht besonders tragfähig seien“, so der Ingenieur weiter. Gegebenenfalls müsse die Tragfähigkeit mit einer zusätzlichen Kiesschicht und Bindemitteln hergestellt werden. Die Straßenbeleuchtung werde versetzt zu den Garagen installiert, sodass es später beim Ein- und Ausparken keine Probleme gibt.

Von West nach Ost

Ausgangspunkt der Arbeiten ist die Errichtung des Hochwasserrückhaltebeckens im Westen des Baugebiets. „So ist gewährleistet, dass Hochwasser in jedem Fall aufgefangen werden kann“, erklärte Schmid. „Anschließend arbeiten wir uns immer weiter nach Osten vor.“ Für das Hochwasserrückhaltebecken gebe es Förderungen vom Land Baden-Württemberg, teilte Hauptamtsleiter Andreas Munkes der SZ mit. Der sogenannte Ausgleichsstock in Höhe von 100 000 Euro sei bereits bewilligt. Zusätzlich wolle die Gemeinde eine Fachförderung beantragen. „Erst wenn die bewilligt ist, können wir mit den Bauarbeiten beginnen“, so Munkes. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, einen vorzeitigen Baubeginn zu beantragen. „Unser Ziel ist, dass es im Frühjahr losgeht.“ Bezüglich der Bauzeit sagte Bürgermeister Pfaff: „Wir rechnen damit, dass die Bauarbeiten zwischen fünf und sechs Monate andauern.“

So viel sollen die Bauplätze kosten

Weiterhin legte der Gemeinderat am Montag die Kosten für die Wohnbauplätze fest: Der Quadratmeterpreis für Bauplätze, die sich im Nordosten des Gebiets befinden, beläuft sich demnach auf 160 Euro. Bauplätze im südwestlichen Bereich sollen pro Quadratmeter 180 Euro kosten. „Diese Preise sind ganz ordentlich, aber nicht unüblich“, sagte Bürgermeister Pfaff. In der Kalkulation sei berücksichtigt, dass viele Grundstücke in Gassenberg Ost nicht für Wohnhäuser oder Betriebe genutzt werden können. Grund hierfür seien landwirtschaftliche Emissionen, konkret: die Geruchsbelästigung durch nahe gelegene Ställe. „Mit diesen Preisen gewährleisten wir, dass wir mit dem gesamten Baugebiet nicht ins Minus kommen“, sagte Pfaff. „Außerdem könnten diese Einnahmen dazu beitragen, einen in den nächsten Jahren notwendig werdenden Kindergarten mitzufinanzieren.“

Gesellig ging es im Gemeinderat bei der Vergabe des Straßennamens für die neue Erschließungsstraße zu. Folgende Vorschläge standen zur Wahl: „Sonnenhang“, „Sonnenberg“, „Hochstetter Höhe“, „Auf dem Damm“ und „Am Hochstetter Graben“. In die Stichwahl kamen „Hochstetter Höhe“ und „Auf dem Damm“. Durchgesetzt hat sich schließlich – mit sieben Stimmen – die „Hochstetter Höhe“.

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