„Es sieht sehr gut aus“

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Timo Hofmann (links) und sein Kompagnon Christian Stephan freuen sich auf die „World Blasmusik Days“ auf dem „Riffelhof“-Gelände
Timo Hofmann (links) und sein Kompagnon Christian Stephan freuen sich auf die „World Blasmusik Days“ auf dem „Riffelhof“-Gelände. (Foto: Barbara BRaig)
Schwäbische Zeitung

Wenn es nach den Verantwortlichen geht, steigt vom 31. August bis 2. September auf dem „Riffelhof“-Gelände in Burgrieden „Deutschlands größtes Blasmusikfestival“. SZ-Redakteur Reiner Schick hat mit Timo Hofmann vom Veranstalter „Krimo Events“ aus dem Hohenlohekreis über den Stand der Vorbereitungen für die „World Blasmusik Days“, die von der Schwäbischen Zeitung präsentiert werden, gesprochen.

SZ: Herr Hofmann, große Töne ist man von manchen Blasmusikinstrumenten ja gewöhnt. Sie und Ihr Kompagnon Christian Stephan träumen vom „größten Blasmusikfestival in Deutschland“, ja einem der größten Festivals dieser Art in Europa. Woran bemisst sich das?

Hofmann: An der Besucherzahl. Ein Open-Air-Blasmusikfestival mit 5000 Besuchern wäre in Deutschland schon etwas Besonderes. Und diese Marke wollen wir sprengen. Und es sieht sehr gut aus. Wir stehen aktuell bei knapp 2000 verkauften Tickets. Dabei kommt die Sonne ja gerade erst heraus, sodass die Leute jetzt erst Lust bekommen, ihren Sommer zu planen.

Woher kommen die Ticketkäufer?

Tatsächlich aus ganz Deutschland, wir haben Bestellungen bis aus Berlin. Und auch aus Holland. Es ist schon interessant und großartig zu sehen, dass die Leute aus allen Himmelsrichtungen nach Burgrieden kommen werden.

Große Veranstaltungen bedeuten meist auch große organisatorische Herausforderungen. Was sind die höchsten Hürden?

Im Moment sind es die Parkplätze. Wir sind hier gerade mit diverse Planungen beschäftigt. Es geht vor allem darum, möglichst viele wetterunabhängige Flächen zu bekommen. Wir hoffen dabei auf Unterstützung aus der Region, zum Beispiel von den Firmen im Umkreis.

Sind die Möglichkeiten da nicht begrenzt? Das Festivalgelände sollte von den Parkplätzen aus doch fußläufig erreichbar sein.

Nicht von allen. Wir werden sehr wahrscheinlich mit einem Shuttleservice arbeiten und haben deshalb auch bei Firmen in Laupheim angefragt, ob sie ihre Parkplätze zur Verfügung stellen. Auch gibt es Gespräche mit der Stadt, den Heimatfestplatz zu nutzen. Die Shuttlebusse sollen aber auch Besucher aus den umliegenden Gemeinden nach Burgrieden und wieder heim bringen.

Steht denn das Line-up mittlerweile fest?

Ja. Wir haben knapp 30 Bands beisammen und sind sehr froh, dass wir vor kurzen mit der Kapelle Josef Menzl einen zweiten Headliner neben LaBrassBanda verpflichten konnten. Das ist eine Stimmungskapelle, die jedes Festzelt zum Kochen bringt. Die Jungs spielen traditionelle Blasmusik, aber mit Volldampf. Wer einmal einen ihrer Auftritte erlebt hat, vergisst ihn nicht mehr.

Ist schon klar, wann welche Band auftritt?

Nein, das ist noch offen. Bei so vielen Bands ist es ein großes Hin- und Herjonglieren mit den Auftrittszeiten, weil natürlich jeder gerne dann spielen will, wenn die meisten Besucher da sind und die Stimmung am besten ist.

Ist denn jeweils den ganzen Tag Programm?

Wir wollen am Freitag gegen 13 Uhr, am Samstag und Sonntag jeweils zwischen 9 und 10 Uhr vormittags beginnen und bis in die Nacht Party machen. Wie lange genau das jeweils geht, müssen wir sehen. Ich gehe davon aus, dass das konkrete Programm in zwei bis drei Wochen festgezurrt ist.

Sie haben immer betont, dass auch regionale und lokale Gruppen Gelegenheit zu einem Auftritt bekommen. Wie ist hier der Stand der Dinge?

Der MV „Cäcilia“ Burgrieden und die Burgrieder Dorfmusikanten werden jeweils einen der drei Festivaltage eröffnen. Mit dabei ist auch die Obersulmetinger Band „Escandalos“, die in ihre Mischung aus Ska, Punk und Rock auch Blasmusik integriert.

In einem Interview haben Sie die Besucher aufgerufen, ihre eigenen Blasinstrumente mitzubringen. Gibt es so etwas wie eine Open Stage?

Wir könnten uns vorstellen, vielleicht eine kleine Bühne mitten auf dem Zeltplatz aufzubauen, auf der die Besucher auftreten können. Wenn jemand zum Beispiel ein Tuba-Solo vom Stapel lassen möchte, dürfte er das gerne tun. Da würden sich bestimmt die einen oder anderen interessanten Begegnungen und Auftritte ergeben. Das Ganze soll aber ohne irgendwelchen Druck geschehen.

Es hieß, für den Sonntag planen Sie ein paar Überraschungen. Können Sie uns schon etwas verraten?

Wir sind hier in den Endzügen der Planung. Es könnte vielleicht etwas Richtung Guggenmusik geben, die in der Region ja durchaus eine Rolle spielt. Wir wollen in Kooperation mit der „Schwäbischen Zeitung“ ein paar Dinge starten. Ich denke, in Kürze werden wir dazu mehr bekanntgeben können.

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