Das Publikum tanzt Polonaise

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Für ausgelassene Stimmung bei den Festivalbesuchern sorgten Dirigent Wolfgang Spada (rechts) und seine Burgrieder Dorfmusikante
Für ausgelassene Stimmung bei den Festivalbesuchern sorgten Dirigent Wolfgang Spada (rechts) und seine Burgrieder Dorfmusikanten. (Foto: Kurt Kiechle)
Kurt Kiechle

Seit Anfang 2011 bereichern die Burgrieder Dorfmusikanten das Vereinsleben des Stammvereins „Cäcilia“. Am Anfang spielte das Ensemble unter dem Namen „Ehemaligen-Kapelle“, die sich größtenteils aus aktiven Musikern rekrutierte und von Bürgermeister Josef Pfaff dirigiert wurde. Später vollzog sich ein Stabwechsel; aktueller musikalischer Leiter ist Wolfgang Spada, der lange Zeit beim Blasorchester des MV Burgrieden erfolgreich den Ton angab.

Was die heute rund 20-köpfige Formation musikalisch im Köcher hat, hat sie bei ihrem 45-minütigen Auftritt bei den am Sonntagabend zu Ende gegangenen „World Blasmusik Days“ auf dem Riffelhof bewiesen und mit schmissigen Stücken die Freunde traditioneller Blasmusik beeindruckt. Die Dorfmusikanten und ihr Manager Markus Baur begrüßten die Zuhörer und ihre Fangemeinde. „Wir hoffen, dass ihr viel Spaß mit unseren Darbietungen habt.“

Dieser Wunsch dürfte nach dem Urteil treuer Zuhörer voll und ganz in Erfüllung gegangen sein. Zwar versteckte sich die Sonne derweil hinter den Wolken, das Thermometer schaffte gerade mal 14 Grad. „Das ist ein richtiges Festival- Feeling“, kommentierte ein Burgrieder Ehepaar, das sich nicht lange über das Wetter aufhalten mochte, sondern lieber die tollen Darbietungen der glänzend disponierten Burgrieder Dorfmusikanten genoss.

Baur, versierter Moderator und anerkanntes „Sprachrohr“ der Kapelle, war entzückt vom Mitmachen des Publikums, das mit Polonaise und Schunkeln zur Partystimmung noch vor der Mittagszeit beitrug. So sind halt erprobte Open-Air-Fans – ausgelassen bejubelten sie die Darbietungen, zumal die Dorfmusikanten sich vor allem der traditionellen Blasmusik mit einer Auswahl an Klassikern bedienten, darunter die Polka „Böhmische Liebe“ und „Die Fischerin vom Bodensee“.

Den Geschmack der hauptsächlich jüngeren Generation traf anschließend die Formation Allgäu Brass – drei Trompeten, drei Posaunen, Tuba , Schlagzeug, Rapper und Sängerin. Sie hatten Chart-Hits, Klassiker, All-Time-Hits und traditionell böhmisch angehauchte Blasmusik im Repertoire.

Den Musikern aus dem Allgäu folgte die Blaskapelle Unterroth. Weitere sieben Bands, darunter als absoluter Kontrast zum bislang Gebotenen die Reichenbacher Ruassgugga, hielten das zahlenmäßig schon etwas kleiner gewordene Publikum bei Laune. Vor allem Camper und die in Wohnmobilen aus allen Himmelsrichtungen bereits am Freitagvormittag angereisten Gäste kehrten in den Nachmittagsstunden der Veranstaltung den Rücken.

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