Burgrieden istim Finale

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Großformatige Pläne mit zwei Ansichten (Ost und West) helfen den Bürgern, sich ein Bild von der Gestaltung des Wohnprojekts „All (Foto: Kurt Kiechle)
Schwäbische Zeitung
Kurt Kiechle

Dieser Tage haben die kommunale Bürgerstiftung und Gemeinde Burgrieden erfreuliche Post aus Stuttgart bekommen: Die Kommune im Rottal hat an der landesweiten Initiative „So wollen wir wohnen“ teilgenommen und die Finalrunde des Wettbewerbs erreicht. Eine unabhängige Fachjury nominierte aus zahlreichen Städten und Gemeinden, die sich auf dem Gebiet des generationengerechten, integrierten und nachhaltigen Wohnens engagieren, 18 Kommunen für die Endausscheidung. Zu den Finalisten zählt die Gemeinde Burgrieden mit ihrem ehrgeizigen Projekt „Allengerechtes Wohnen“.

Die Platzierung im Feld so namhafter Städte wie Stuttgart, Karlsruhe, Ulm, Heidelberg, Freiburg und Konstanz ist für die Burgrieder weit mehr als nur ein Achtungserfolg. Es ist für sie der Lohn für die intensive Arbeit in der Planungsphase. „Wir freuen uns, denn es ist keinesfalls selbstverständlich, unter die Finalisten zu kommen, zumal wir uns in einem recht frühen Realisierungsstadium befinden“, bringen Bürgermeister Josef Pfaff und Projektträger Hermann Härle ihre Zufriedenheit auf den Punkt. In einer Mitteilung an Härle bringt auch der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, Rechtsanwalt Jens Kuderer, seine Freude über das Erreichen der Initiative ins Finale zum Ausdruck.

Der landesweite Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Mitauslober sind das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Wie des Weiteren aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hob die Themenstellung der diesjährigen Initiative die Bedeutung von Wohnkonzepten der Zukunft – „Attraktiv für alle Generationen“ – hervor. Gesucht waren Projekte mit Lösungswegen, etwa für die Integration von Familien, Senioren und Menschen mit Behinderung, aber auch die Aktivierung ruhender Flächen im Innenbereich oder die Umwidmung von Gebäuden. Dabei sollen nach den Vorgaben der Landesinitiative auch Aspekte wie die Nachhaltigkeit der Finanzierung sowie energieeffizientes und flächensparendes Bauen berücksichtigt werden.

Für jüngere und ältere Bürger

Genau ins dieses Raster scheint das Burgrieder Vorhaben „Allengerechtes Wohnen“ zu passen. In diesem anvisierten Wohnprojekt hinter dem neuen Rathaus und von der Laupheimer Straße und dem Fritz-Leitz-Weg eingegrenzt, sollen jüngere und ältere Mitbürger wohnen. Die nötigen Rahmenbedingungen sollen dafür sorgen, dass man dort auch im fortgeschrittenen Alter wohnen kann. „Es soll aber kein klassisches betreutes Wohnen sein und schon gar kein Pflegeheim, sondern eine Wohnanlage, in der das Miteinander zählt“, betonten Pfaff und Härle.

Im Übrigen geben sich Bürgerstiftung und Kommune zuversichtlich, dass gemeinsam dieses bedeutende Vorhaben gestemmt werden kann. Dass die Projektpartner ganz offensichtlich auf dem richtigen Weg sind, unterstreicht die Tatsache, dass sie in Stuttgart mit ihrem Beitrag als einer der 18 Finalisten für die Endausscheidung ausgewählt wurden. Und die Aussichten letztlich einen der 14 ausgelobten Preise, Sonderpreise und Anerkennungen einheimsen zu können, stehen gar nicht so schlecht. Spätestens beim Städtebaukongress am 23. November wissen die Burgrieder mehr. Im Haus der Wirtschaft in Stuttgart werden die Preisträger im Beisein von politischen Mandatsträgern, Vertretern der Kommunen und Gemeinden, Bauträgern, Ingenieuren und Architekten ausgezeichnet. Zuvor werden den Bürgern die bisherigen Planungen am Samstag, 6. Oktober, im Bürgersaal des Rathauses, vorgestellt.

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