Burgrieden erhält „Herzstück“ für das Glasfasernetz

Lesedauer: 3 Min
Der Breitbandausbau in der Gemeinde Burgrieden geht voran. Ein Schwerlastkran hat eines der Hauptverteiler-Gebäude an den Trageg
Der Breitbandausbau in der Gemeinde Burgrieden geht voran. Ein Schwerlastkran hat eines der Hauptverteiler-Gebäude an den Tragegurt genommen. (Foto: Kurt Kiechle)
Kurt Kiechle

Im Juni dieses Jahres ist der symbolische Spatenstich für den Breitbandausbau in Burgrieden im Beisein etlicher Vertreter von zuständigen Ämtern und Unternehmen vollzogen worden. Nun folgte der nächste Schritt zur Umsetzung: Burgrieden hat einen „Point of Presence“ bekommen.

Im Juni sagte der ebenfalls vor Ort weilende Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger, mit diesem Spatenstich mache die Gemeinde einen großen Schritt in das digitale Zeitalter. Für ihn stehe der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets ganz oben auf seiner Arbeitsliste. Das aus gegebenem Anlass von allen Seiten gewünschte gedeihliche Miteinander hat sich in der Folgezeit bis heute offensichtlich fortgesetzt, denn bislang gingen die Tiefbauarbeiten gut voran.

Transport per Tieflader

In zahlreichen Gemeindebereichen und Strecken sind die Kabel für die Datenversorgung verlegt. Am Mittwoch war es dann soweit, dass in Burgrieden und Rot jeweils ein Hauptverteiler-Gebäude, das einer Garage ähnlich sieht - aufgestellt werden konnte. Den Transport dieser PoP (Point of Presence) auf einem Tieflader hatte eine Firma aus Waghäusel bei Heidelberg übernommen, der notwendige Schwerlastkran kam aus Ulm. Den Aufbau in Burgrieden verfolgten bei leichtem Regen neben Burgriedens Hauptamtleiter Andreas Munkes, bei dem die Fäden in Sachen Glas-faserausbau zusammenlaufen, auch die Bürgermeister-Stellvertreterin Gabriele Ganal sowie Vertreter von AGP, Geo Data und Stark Energies.

Punktgenau platziert

Zufällig vorbei gekommene Passanten schauten interessiert zu, wie der Kranfahrer den Hauptverteiler auf dem ehemaligen Bahndamm neben der Gaststätte „Holzwurm“ in Burgrieden in die Höhe und dann punktgenau auf das im September und Oktober hergestellte Fundament absetzte. „Mit diesem drei mal fünf Meter großen und 27 Tonnen schweren Hauptverteiler aus Beton hat die Gemeinde jetzt das Herzstück für das Glasfasernetz erhalten“, erklärte Marco Lechner von Geo Data.

Das gilt natürlich auch für das Roter PoP-Gebäude (drei mal drei Meter und 17 Tonnen schwer), das bereits frühmorgens in der Orsenhauser Straße auf Höhe des Schulgartens aufgestellt worden ist. Während der Arbeiten mussten die Arbeitsbereiche in Burgrieden für ein paar Stunden vollständig gesperrt werden, in Rot genügte eine halbseitige Sperrung.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen