Blitzeinschlag, Notarzteinsatz und Sturz: Zwischenfälle halten Festspiele Burgrieden in Atem

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 The show must go on: im August zeigen die Festspiele wieder zahlreiche Aufführungen auf dem Gelände in Burgrieden.
The show must go on: im August zeigen die Festspiele wieder zahlreiche Aufführungen auf dem Gelände in Burgrieden. (Foto: Kurt Kiechle)
Kurt Kiechle

Die Festspiele Burgrieden sind kürzlich von einer Reihe von Zwischenfällen überschattet worden. Vor Kurzem zwang zunächst ein Starkregen den Veranstalter zum Abbruch einer Vorführung. Der Wolkenbruch war so heftig, dass ein weiterer Betrieb der Freilichtbühne unmöglich schien.

Das darauffolgende Wochenende musste sogar den Rettungsdienst zum Festspiel-Gelände fahren. Ein Festspielbesucher hatte in der Pause einer Aufführung gesundheitliche Probleme bekommen. Eine im Publikum anwesende Ärztin sowie die Sanitäter der Festspiele kümmerten sich um die Erstversorgung bis zum Eintreffen eines Notarztes und der Rettungskräfte.

Hauptdarsteller verletzt sich bei Sturz vom Pferd

Ein weiteres Unglück folgte: Ein Hauptdarsteller stürzte bei der Applausordnung vom Pferd und zog sich dabei Prellungen zu, wie eine Untersuchung im Krankenhaus zeigte. Bei der nächsten Show konnte der verunglückte aber schon wieder auf der Bühne agieren.

Böse mitgespielt hat den Festspielen Burgrieden ein Unwetter am vergangenen Samstag gegen 5.20 Uhr. In der Nähe des Freilichtgeländes schlug wahrscheinlich ein Blitz ein – und das mit erheblichen Folgen.

Wie Geschäftsführerin Claudia Huitz auf SZ-Anfrage mitteilte, kam es aufgrund einer Überspannung zu Schäden an der Elektrik der Anlage. Computer, Beleuchtung, Internet und Telefon waren bis Mittwoch außer Betrieb.

Bereits georderte Eintrittskarten wurden umgebucht

Das hatte zur Folge, dass planmäßige Aufführungen am Samstagabend und am Sonntag abgesagt werden mussten. Bereits georderte Eintrittskarten wurden umgebucht, der Ticketanbieter Reservix hatte die Abwicklung übernommen.

„Die Firma Endlichhofer aus Achstetten und das Systemhaus Glöckler aus Ulm leisteten ganze Arbeit, sodass wir nun den regulären Betrieb wieder aufnehmen können“, erklärt Claudia Huitz. Sie sei sehr erleichtert, dass die neu angeschaffte Tontechnik keinen Schaden erlitten hat. Lediglich der Mischpult habe einen kleinen Defekt erlitten. Nun startet der Betrieb im August, mit einem dichten Spielplan.

Im Rahmen der Schülerferienprogramme in Laupheim und umliegenden Gemeinden wird es bereits am heutigen Freitag eine Vorstellung für Kinder beginnen. Im Kontext der jüngsten Vorfälle ist Claudia Huitz „ganz zufrieden“, dass sie und ihr Team rund 300 Anmeldungen registriert hätten.

Drei Fragen an Michael Müller
Michael Müller ist Regisseur bei den Festspielen Burgrieden und inszeniert in diesem Jahr „Im Tal des Todes“. Gleichzeitig steht er als Sam Hawkens auf der Bühne. Im Interview verrät er, wie er beides unter einen Hut bekommt.
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