Zwei Stars ohne Allüren

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Redaktionsleiter

Das war ein Fest für die rund 30 Fans von Anita & Alexandra Hofmann: Sie hatten bei einer Leseraktion der „Schwäbischen Zeitung“ am Dienstagabend ein exklusives Treffen mit dem Gesangsduo in der Biberacher Stadthalle gewonnen. Die beiden Schwestern waren dafür extra von ihrem Heimatort Meßkirch angereist.

Der Abend begann mit einem A-cappella-Ständchen, denn zwei der Besucherinnen feierten ihren Geburtstag und erhielten von Alexandra & Anita Hofmann gesungene Glückwünsche. Anschließend begrüßten die beiden Schwestern, die in legerer Freizeitkleidung nach Biberach gekommen waren, jeden Besucher per Handschlag, schnappten sich zwei Stühle und setzten sich mitten zwischen die Fans. Allüren scheinen die Schwestern nicht zu kennen.

Wie denn der typische Tagesablauf des Duos aussehe, wollte ein Besucher wissen. „Den gibt es nicht, jeder Tag ist anders“, meinte Alexandra. Sie ist zweifache Mutter – das bedeute, dass bei ihr um 5.45 Uhr der Wecker klingle, um Familienleben und Gesangskarriere unter einen Hut zu bringen. Die vergangenen Monate seien sehr stressig gewesen, sagte Anita, weil das Duo sein 30-jähriges Bühnenjubiläum vorbereitet hat. Unter dem Titel „Wahnsinn“ erscheint eine neue CD-Box, außerdem hat vor einigen Tagen die Jubiläumstour begonnen, mit der Anita & Alexandra Hofmann am 30. März auch in Biberach Station machen.

Noch herrsche eine gewisse Anspannung, ob bei der Show auch alles klappe, „aber bis wir in Biberach sind, läuft’s wie am Schnürle“, meinte Alexandra lachend. Beim Jubiläumskonzert wollen sie eine Mischung aus Bekanntem und Neuem bieten, ein Mix aus verschiedenen Musikstilen und auch Gänsehautmomenten, wie Anita sagte. Sie habe für die Show ein Video aus Auftritten der bislang 30-jährigen Karriere der beiden Schwestern zusammengeschnitten, „und da habe ich echt Gänsehaut bekommen“.

Wer trägt Anitas Taschen?

Ansonsten haben die Schwestern eine Freude daran, sich im Gespräch gegenseitig zu foppen – etwa wenn Anita erzählt, dass ihrer blonden Schwester immer sofort mehrere Männer bereitwillig die Tasche tragen wollen, während sie sich meist allein mit mehreren Taschen abschleppe. „Ich bin ja mal gespannt, ob mir jemand in Biberach die Tasche trägt“, meinte sie.

18 bis 20 verschiedene Kostüme haben die Schwestern diesmal auf ihrer Tour dabei. Ob die Kostümwechsel denn immer klappen, will ein Fan wissen. „Nicht immer“, sagt Alexandra, „manchmal müssen wir die Musik etwas verlängern, damit die Zeit reicht. Da geht es hinter der Bühne manchmal spannender zu als auf der Bühne.“

In den Wochen vor Tourneestart sei ihr Leben immer besonders aufregend, weil viel geprobt werden muss. Während Alexandra dabei eher gelassener bleibt, wird die Schwester nervös: „Weil ich weiß, was sie nicht kann“, sagt Anita über Alexandra – und fügt hinzu: „Aber sie lernt schnell.“

45 Minuten Gespräch gehen wie im Flug vorbei. Die Besucher sind begeistert von der Nähe und der Bodenständigkeit, die Anita & Alexandra Hofmann im Umgang mit den Fans pflegen. Und einige haben bereits vor, am 30. März auf jeden Fall wieder in die Biberacher Stadthalle zu kommen, um die beiden live auf der Bühne zu erleben.

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