Zwei Deutschlehrerinnen verlassen die Dollinger Realschule

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 Dolli-Schulleiter Marcus Pfab (Mitte) verabschiedete Elisabeth Lutz (links) und Dietgard Brettschneider mit Dankesworten in den
Dolli-Schulleiter Marcus Pfab (Mitte) verabschiedete Elisabeth Lutz (links) und Dietgard Brettschneider mit Dankesworten in den Ruhestand. (Foto: Bernd Baur)
Schwäbische Zeitung

Die Dollinger Realschule Biberach hat zwei Lehrkräfte in den Ruhestand verabschiedet: Elisabeth Lutz und Dietgard Brettschneider. Beide haben viele Jahre an der Dolli unterrichtet.

1976 hatte Elisabeth Lutz ihre erste Lehrerstelle in Seibranz angetreten. Ein Jahr später wechselte sie an die Dollinger Realschule, wo sie die Fächer Deutsch, Geschichte und Erdkunde unterrichtete. Bis zum Jahr 1984 unterrichtete Elisabeth Lutz an der Dolli, danach folgten Lehraufträge an weiteren Schulen, unter anderem in Laupheim. Aber auch im Auslandsschuldienst engagierte sich die Pädagogin.

Sieben Jahre arbeitete Elisabeth Lutz in Bratislava, hatte als Schulleiterin die dortige deutsche Auslandsschule aufgebaut. Auf ihren ausdrücklichen Wunsch kehrte sie 2012 an die Dollinger Realschule zurück. „Vor über 40 Jahren hat deine Lehrertätigkeit an der Dolli ihren Lauf genommen, jetzt hörst du hier nach einigen Zwischenstationen auf“, dankte Schulleiter Marcus Pfab ihr für das Engagement. Sie lasse ein kleines Köfferchen an der Dolli, sagte Elisabeth Lutz . „Ich werde auch wieder einmal vorbeischauen“, versprach die 65-Jährige, die nach dem Erreichen der Pensionsaltersgrenze im vergangenen Jahr noch ein Jahr im Schuldienst verlängert hatte.

Mit 61 Jahren kehrt Dietgard Brettschneider dem Schuldienst den Rücken. „Ich war immer gerne Lehrerin“, betonte sie. Aber jetzt gehe sie in eine Beurlaubung ohne Bezüge, „weil ich von der Fremdbestimmung weg möchte“. In Freiburg hatte sie Deutsch und Biologie studiert. Es folgten dann eine vierjährige Tätigkeit an einer Sprachschule in Griechenland, drei Jahre Auslandsschuldienst in Paraguay und der Einsatz als pädagogische Beraterin an der Realschule in Künzelsau. Nach einer dreijährigen Abordnung als Deutschlehrerin an der Pädagogischen Hochschule Weingarten wechselte Dietgard Brettschneider an die Dolli.

10 000 Aufsätze korrigiert

Neuneinhalb Jahre unterrichtete sie hier, „die ist ein Viertel meiner 37 Jahre als Deutschlehrerin“. 10 000 Aufsätze, 900 Prüfungsarbeiten habe sie in dieser Zeit korrigiert, was einen Stapel von 3,24 Meter Höhe ergeben würde. Diese Korrekturen werde sie jetzt nicht vermissen – und noch vieles mehr, was sie auflistete, sagte sie. Aber die Schüler, die Klassen und die Kollegen „Das werde ich vermissen.“ Danke Dolli, verabschiedete sich Dietgard Brettschneider.

Für ihre Arbeit und Leistung an der Schule dankte ihr Rektor Marcus Pfab. Brettschneider habe sich in vieles eingebracht, was die Dolli zu dem gemacht hat, was sie ist. In all den Jahren sei sie auch immer Klassenlehrerin gewesen und stets um jeden einzelnen Schüler bemüht. „Unterrichtlich gesehen war es für dich kein Problem, dich auf Neues einzulassen wie etwa den Fächerverbund NWA. Das verdient hohen Respekt“, lobte Pfab. Den Neu-Pensionärinnen widmete Herbert Fabritius zum Abschied gereimte Zeilen mit treffendem Inhalt.

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