Zwei Absolventen beeindrucken besonders

Lesedauer: 5 Min
Die Sonderpreisträger Luca Wetterau (l.) und Hannah Held beeindruckten nicht nur Landrat Heiko Schmid mit ihrem vielfältigen auß
Die Sonderpreisträger Luca Wetterau (l.) und Hannah Held beeindruckten nicht nur Landrat Heiko Schmid mit ihrem vielfältigen außerschulischen Engagement. (Foto: Helmut Schönecker)
Helmut Schönecker

Sichtlich bemüht um die Bereitstellung eines würdigen Rahmens auch und gerade in diesen besonderen Zeiten, hat Landrat Heiko Schmid im feierlichen Ambiente des Atriums der Gebhard-Müller-Schule Preise an Schülerinnen und Schüler, die an ihren Schulen mit herausragenden Leistungen beeindruckt hatten, überreicht. Die mit je 400 Euro dotierten Sonderpreise gingen an Hannah Held vom Bischof-Sproll-Bildungszentrum und an Luca Wetterau vom Pestalozzi-Gymnasium. Beide wendeten sich auch mit einer kurzen Ansprache an das Publikum, das aufgrund des geltenden Hygiene- und Abstandkonzepts nur aus den engsten Angehörigen und Schulvertretern bestehen durfte.

Aus eigener Erfahrung – seine jüngste Tochter machte in diesem Jahr ebenfalls ihr Abitur – sprach Landrat Schmid den Preisträgerinnen und Preisträgern sein Mitgefühl darüber aus, dass sie als Abschlussjahrgang 2020 auf vieles verzichten mussten, was in normalen Zeiten das Ende einer erfolgreichen Schullaufbahn markiert und würdigt. Kein Abi-Ball, keine Abschlussfeier, keine Abi-Hütte, kein Work & Travel und auch keine Auszeit am anderen Ende der Welt war und ist den 28 Preisträgern vergönnt. Und selbst der reguläre Studienbeginn zum Wintersemester ist noch mit vielen Fragezeichen versehen. Auf eines sollten die Absolventen aber nicht verzichten müssen – auf lobende Worte und vor allem auf die knapp 11 000 Euro des seit 1996 vergebenen Hilde-Frey-Stadtschulpreises für die besten Abgangsschüler eines Jahrgangs.

Melina Ginter, Johannes Hehnle, Ellen Frank, Jonathan Bracq von der Gebhard-Müller-Schule, Pia Noi Schmid, Carina Königsperger von der Karl-Arnold-Schule, Menno-Heite Müntinga, Petra Wolf und Jan Rösch von der Matthias-Erzberger-Schule, Lisa Christina Buck, Beatrix Weirather von der Fachschule für Landwirtschaft, Leonard Göhringer, Tobias Klessinger, Vera Kreppner, Carolin Miehle und Stella Winter vom Pestalozzi-Gymnasium teilten sich die Schulpreise. Johanna Blessing vom Wieland-Gymnasium und Melanie Giurdanella von der Dollinger-Realschule erhielten die ungeteilten Preise. Giulia Etzel, Johannes Sauter, Sarah Hilda D'Amico von der Mali-Gemeinschaftsschule wurden ebenso ausgezeichnet wie Leander Beer von der Pflugschule. Von den verschiedenen Schularten des Bischof-Sproll-Bildungszentrums erhielten Sahra Scheffold, Jule Staudhammer, Antje Ruf und Miriam Ebert die begehrte Auszeichnung.

Der Rosemarie-Weber-Preis für den besten Schüler des Wirtschaftsgymnasiums ging dieses Jahr an Jonathan Bracq von der Gebhard-Müller-Schule. Die 14 Preisträger des Erich-Hoffmeister-Preises der Karl-Arnold-Schule erhielten ihre Urkunden und Preise in Höhe von 7.000 Euro für die bereits im Herbst 2019 abgelegten Prüfungen schon vorab auf postalischem Wege.

Die vollständige Laudatio für die beiden Sonderpreisträger Hannah Held (BSBZ) und Luca Wetterau (PG) würde den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen. Beide haben sich neben ihren schulischen Leistungen auch durch außergewöhnliches Engagement ausgezeichnet. Hannah Held arbeitete lange Jahre in der SMV, als Mentorin für Nachhilfe, als MAUS-Agentin, wirkte neben der Schule als Stimmenkönigin aktiv im Jugendparlament der Stadt Biberach und bei der Juks. 2019 wurde sie gar als Literaturpreisträgerin im 29. Landeswettbewerb Deutsche Sprache ausgezeichnet.

Luca Wetterau engagierte sich lange Jahre in der Theater-AG des PG als Darsteller, Moderator und auch als Regisseur. Sein selbstgeschriebenes Stück „Gangsterszene“ wurde bereits 2016 beim Jugendkunstpreis in Ludwigsburg aufgeführt: Er ist bei den Discovery-Voices der Juks engagiert und nebenbei auch noch Schülersprecher und SMV-Referatsleiter an seiner Schule.

In einer kurzen Ansprache vertraten die beiden Sonderpreisträger durchaus konträre Perspektiven. Während sich Luca Wetterau in einem Rückblick auf seine eigene Schullaufbahn, geprägt durch das Motto „mit Kopf, Herz und Hand“, dafür bedankte, nicht nur mitgetragen worden zu sein, sondern dass er auch aktiv mitgestalten durfte, entwickelte Hannah Held tiefsinnige Gedanken, warf kritische Fragen auf und artikulierte, voll vernetzt mit ihren Mitabsolventen, Erwartungen und Befürchtungen ihrer eigenen Zukunftsperspektiven im Spannungsfeld von Nächstenliebe und Egoismus, Freiheit und Ungewissheit.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade