Zufriedenheit im AMC-Lager

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Schwäbische Zeitung

Sehr zufriedene Gesichter im Lager des AMC Biberach: Beim Finale der Trial-EM im tschechischen Brezova hat Linda Weber den vierten Platz erreicht, nachdem sie sehr lange fehlerfrei geblieben war. Florian Ruedi fuhr auf den elften Platz. Damit erreichte er in der Gesamtwertung in seiner ersten Saison in der zweithöchsten Klasse ebenfalls den elften Platz.

Die Sektionen auf der circa acht Kilometer langen Rundstrecke in den Wäldern von Brezova waren fast ausschließlich natürlich. Sie beinhalteten riesige aufgeschichtete Baumstämme, aber auch total losen Waldboden, in dem man sich eingraben konnte. Viele Hänge, runde Steine, Wurzeln und steile Auffahrten bildeten zudem einen sehr starker Kontrast zum vorangegangenen EM-Lauf. Aufgestapelte riesige Reifen waren für die höheren Klassen durch die schwierige Auffahrt eine ordentliche Herausforderung, ebenso der extrem steile Hang in Sektion vier, der gleich mehrmals hoch- und heruntergefahren werden musste. Die letzte Sektion war kurz vor dem Ziel im Ort im Vorgarten eines Hauses aufgeschüttet worden mit Felsen, Baumstämmen und Beton-Hindernissen.

Linda Weber hatte in der Klasse women international 14 Sektionen und zwei Runden zu fahren. Die ersten neun verliefen sehr gut für sie. Linda Weber fuhr absolut fehlerfrei und hatte bis zur vorletzten Sektion nur drei Fehlerpunkte. Dann unterschätzten in der vorletzten Sektion sowohl sie als auch ihr Minder die Bodenbeschaffenheit einer Kurve und Linda grub sich innerhalb von Sekunden tief ein und kam nicht mehr weiter. Dadurch beendete sie die erste Runde mit acht Fehlerpunkten auf Platz vier. In der zweiten Runde gab es zu Beginn gleich einen Fehlerpunkt, ehe es hernach relativ fehlerfrei weiterging bis zu Sektion zwölf. Hier musste sie an einem Abgrund entlangfahren, als plötzlich ihr Motorrad in den Leerlauf kam und sie stürzte. Dadurch verlor Linda Weber den dritten Platz und wurde Vierte mit deutlichem Vorsprung zu den weiteren Fahrerinnen.

Auch für Florian Ruedi begann der letzte Lauf sehr gut, da er zuvor in einem ähnlichen Gelände die ganze Woche über trainiert hatte. Er hatte in der Klasse Junior 15 Sektionen und zwei Runden zu fahren, machte nur sehr wenige Fehler und beendete die erste Runde auf Rang sechs. Bis zu Sektion vier verlief die zweite Runde ebenfalls sehr gut, doch dann kamen zwei Teilabschnitte, in denen er scheiterte. Da Ruedi wusste, dass er es eigentlich besser kann, entschloss er sich, eine Pause einzulegen, neue Kraft zu sammeln und dann erneut anzugreifen. Die darauf folgenden fehlerfreien Sektionen zeigten, dass dies die richtige Entscheidung war. Er verfehlte die Top Ten letztlich nur um einen Punkt und zeigte sich mit dem elften Platz sehr zufrieden. Auch in der Gesamtwertung belegt er den elften Platz unter 36 Startern.

Für Florian Ruedi geht es nun im Oktober in der DM weiter, wo er aktuell als Newcomer den achten Platz belegt. Für Linda Weber geht es dieses Wochenende zur deutschen Jugendtrial-Meisterschaft nach Schwemmlitz, wo sie hofft, als bestes Mädchen ihrer Klasse abzuschneiden.

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