Zehn Jahre gibt es Erste Hilfe für die Seele

Lesedauer: 2 Min
Zehn Jahre gibt es Erste Hilfe für die Seele
Schwäbische Zeitung
Beate Kusterer

Seit genau zehn Jahren gibt es die Notfallseelsorge im Landkreis. Mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche und einer Feierstunde haben die Mitarbeiter der Notfallseelsorge, ihre Kooperationspartner, Vertreter der Kirchen und Gäste diesen Geburtstag gewürdigt und gefeiert.

„Erste Hilfe für die Seele“ leisten sie, die 55 ehrenamtlichen Notfallseelsorger. Bewegend die Worte, mit denen drei von ihnen im Gottesdienst über ihre Arbeit berichten. Von einer muslimischen Familie ist die Rede, die durch plötzlichen Kindstod den ersten Sohn verlor, sowie von Eltern eines Jugendlichen, der im elterlichen Betrieb tödlich verunglückt war. Immer waren sie zur Stelle, um mit menschlicher Nähe das Unfassbare mit auszuhalten oder auch zunächst nur abzuwarten, ob ihre Hilfe angenommen werden kann. „Wo der Tod jedes Licht auslöscht, zünden Sie eine Kerze an“, nannte es Dekan Hellger Koepff in dem gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen Dekan Sigmund Schänzle gestalteten Gottesdienst.

Zusammenarbeit funktioniert

Hubertus Högerle, Leiter der Polizeidirektion, lobte die gute Zusammenarbeit bei den etwa 100 Einsätzen pro Jahr. Er und Gerold Simon – für den Landkreis – überreichten Schecks. Der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Klaus Merz erinnerte, dass es zu Beginn Berührungsängste gegeben habe („jetzt kommen da auch noch Frauen“). Heute gehöre die Notfallseelsorge „zur Feuerwehr-Familie.“

Kerstin Held und Markus Lutz äußerten sich als Leiter der Notfallseelsorge dankbar für die Arbeit der Ehrenamtlichen, die aus verschiedenen Berufssparten und Altersstufen (25 bis 70 Jahre) kommen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen