Wie man sein Ehrenamt besser ausüben kann

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 Die Verantwortlichen freuen sich auf den Start der Vortragsreihe „Ehrenamt erfolgreich gestalten“.(v.l.): Maria Rehm, Rouven Kl
Die Verantwortlichen freuen sich auf den Start der Vortragsreihe „Ehrenamt erfolgreich gestalten“.(v.l.): Maria Rehm, Rouven Klook, Effi Holland, Marlene Goeth, Sigrid Ritter, Christian Walz (Foto: Luca Mader)
Luca Mader

Jeder Zweite im Landkreis Biberach engagiert sich ehrenamtlich in Vereinen, Institutionen oder in der Lokalpolitik. Die Vortragsreihe „Ehrenamt erfolgreich gestalten“ stattet die freiwilligen Helfer mit dem nötigen Handwerkszeug aus, damit sie ihre Arbeit noch besser gestalten können. Die Vorträge im September und Oktober behandeln verschiedene Themen wie Vereinsrecht oder Öffentlichkeitsarbeit. Veranstaltet wird die Aktion vom Stadtteilhaus Gaisental, dem Seniorenbüro, dem Stadtseniorenrat und der Stadtverwaltung.

„Mit der Vortragsreihe wollen wir die Ehrenamtlichen unterstützen“, sagt Christian Walz, Leiter des Seniorenbüros Biberach. Es werden vier verschiedene Vorträge angeboten, die sich alle mit einem anderen Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit auseinandersetzen. „Die Vorträge decken eine große Breite ab. Vom richtigen Schreiben von Presseartikeln bis zum Umgehen mit internen Konflikten“, so Walz. Die Vortragsreihe findet zum vierten Mal statt, die Premiere war schon 2014. „Wir haben bisher sehr viel Zuspruch von den Teilnehmern erhalten“, sagt Rouven Klook, Ehrenamtsbeauftragter der Stadt Biberach. Die Aktion ist für alle Teilnehmer kostenlos, gefördert wird sie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr und enden gegen 20.30 Uhr und finden entweder in der Volkshochschule (VHS) Biberach oder im Stadtteilhaus Gaisental statt.

Vorträge mit Schwerpunkten

Der erste Vortrag startet am 30. September im Stadtteilhaus und beschäftigt sich mit dem Thema Vereinsrecht. Der Referent Wolfgang Maurer ist Rechtsanwalt und selber als Ehrenamtlicher in Vereinen tätig. „Das Vereinsrecht braucht jeder“, sagt Marlene Goeth, Vorsitzende des Stadtseniorenrats. Gerade bei den Jugendlichen, die Buden betreiben, sei es wichtig, dass sie sich mit dem Vereinsrecht auskennen. „Wenn man eine Veranstaltung organisieren will und sich nicht auskennt, steht man heutzutage schon mit einem Bein im Gefängnis“, sagt Goeth.

Am 7. Oktober stellt Florian Stern sein Programm gegen Lampenfieber und Auftrittsangst in der VHS vor. Ehrenamtliche, die von Lampenfieber betroffen sind, scheuen sich oft vor öffentlichen Auftritten. Da dies allerdings ein wesentlicher Teil von vielen ehrenamtlichen Positionen ist, will Florian Stern den Teilnehmern mit einfachen Tipps und Tricks zeigen, wie sie ihre Angst überwinden können.

Jürgen Schwarz hält am 14. Oktober im Stadtteilhaus seinen Vortrag mit dem Titel: „Nachfolge im Ehrenamt - Neue Vorstandsmitglieder finden“. Hier werden Ehrenamtliche darauf vorbereitet, wie sie ihren Verein zukunfts- und handlungsfähig erhalten. „Strukturen in Vereinen muss man laufend erneuern“, sagt Marlene Goeth und betont, dass junge Leute früh in führende Positionen im Verein integriert werden müssten.

Am 21. Oktober wird in der VHS die Öffentlichkeitsarbeit thematisiert, die Referentin ist Katrin Gildner. Hier geht es vor allem darum wie man Veranstaltungen des eigenen Vereins am besten vermarktet. Dabei spielt der Umgang mit sozialen Medien und Internetblogs eine große Rolle. Wie man richtig mit der lokalen Presse zusammenarbeitet, kommt bei dem Vortrag ebenfalls nicht zu kurz.

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