Wichtig ist das offene Ohr für alle Anliegen

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Sie bilden den Heimbeirat des Bürgerheims: (v. l.) Gerda Wiesner, Elfriede Rammensee (sitzend), Doris Ersing, Ursula Wachter, Tr
Sie bilden den Heimbeirat des Bürgerheims: (v. l.) Gerda Wiesner, Elfriede Rammensee (sitzend), Doris Ersing, Ursula Wachter, Traude Heimann, Heimleiter Martin Stadali, Hildegard Hoppe und Rose Lutz. Es fehlt Andrea Mertins. (Foto: Gerd Mägerle)
Redaktionsleiter

Sie sind die Vertreter der Bewohnerinteressen des Biberacher Bürgerheims – die Mitglieder des Heimbeirats. Einmal im Monat treffen sie sich, um Anliegen, Probleme oder anstehende Themen mit der Heimleitung zu besprechen.

Es ist eine muntere Runde aus vielen Frauen, die da jeden Monat zusammensitzt. Kaffee und Kuchen tun ihr Übriges zur guten Stimmung. Der einzige Mann in der Runde ist Heimleiter Martin Stadali. „Mir ist dieser Austausch wichtig, um bestimmte Themen nicht nur aus Sicht meines Personals, sondern auch aus dem Blickwinkel der Bewohner vermittelt zu bekommen“, sagt er.

Wobei Elfriede Rammensee die Einzige im Gremium ist, die tatsächlich im Bürgerheim wohnt. „Grundsätzlich sind alle Bewohner in den Heimbeirat wählbar. Viele wollen eine solche Verantwortung im Alter aber nicht mehr übernehmen oder fühlen sich gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage“, sagt Ursula Wachter. Sie ist die Vorsitzende des Heimbeirats und demnächst 40 Jahre mit dabei.

Wie sie haben sich auch die meisten anderen Ehrenamtlichen für das Gremium beworben, weil sie entweder lange beruflich im Bürgerheim tätig waren oder Angehörige dort haben oder hatten. „Ich bin eigentlich gelernte Kinderpflegerin, aber jetzt eben bei den Senioren hängen geblieben“, sagt Wachter und lacht.

Einmal monatlich sitzen sie und die anderen in einem Konferenzraum des Restaurants Ropach mit Heimleiter Stadali zusammen und diskutieren die aktuellen Anliegen. Das können anstehende bauliche Veränderungen auf dem Areal sein, Verhandlungen über den Pflegesatz, geplante Aktivitäten mit den Bewohnern oder auch Probleme, die ein Bewohner vielleicht mit dem Personal hat. „Wichtig ist, dass wir ein offenes Ohr haben und Anliegen der Bewohner aufnehmen, mit denen sie nicht direkt zur Heimleitung gehen möchten“, sagt Ursula Wachter.

Auch Heimleiter Stadali bemüht sich, bei jedem Treffen dabei zu sein. „Wir pflegen hier eine offene Philosophie. Der Heimbeirat soll auch erfahren, was der Träger – also die Hospitalstiftung – im Bürgerheim plant“, sagt er. Demnächst beginnt die Kandidatensuche für den Heimbeirat wieder, denn im Juni wird das Gremium für die nächsten beiden Jahre gewählt.

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