Weshalb Biberachs Oberbürgermeister künftig auf einen eigenen Drucker verzichten muss

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 Biberach schafft sich neue Drucker und Kopierer an und spart dabei noch Geld.
Biberach schafft sich neue Drucker und Kopierer an und spart dabei noch Geld. (Foto: dpa/Philip Schwarz)
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Die Biberacher Stadtverwaltung, die städtischen Schulen und Kindergärten sollen neue Drucker und Kopierer bekommen. Zum ersten Mal beteiligt sich die Stadt dafür an einer gemeinsamen EU-weiten Ausschreibung der Städte Friedrichshafen, Ravensburg, Weingarten und der Gemeinde Meckenbeuren. Im Zuge der Ausschreibung soll die Zahl der Geräte reduziert werden, von aktuell mehr als 400 Geräten auf 249. Die neuen Geräte sollen nicht mehr gekauft, sondern geleast werden. Dem Vorschlag der Verwaltung hat der Hauptausschuss des Gemeinderats in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zugestimmt.

6,78 Millionen - so viele Ausdrucke und Kopien fallen jedes Jahr an den Schulen, Kindergärten und in der Verwaltung an. Insgesamt gibt die Stadt Biberach dafür 167 400 Euro aus. Von den neuen Leasingverträgen erhofft sich die Stadt eine Kostenersparnis von jährlich 22 400 Euro. „Aktuell haben wir bei der Stadtverwaltung inklusive Schulen und Kindergärten 381 Druck- und Kopiersysteme und 24 Faxgeräte im Einsatz“, sagt Hauptamtsleiter Wilfried Erne in der Sitzung. Die neuesten sind ungefähr ein Jahr alt, die ältesten wurden 2002 angeschafft. Diese Altgeräte werden vom künftigen Leasing-Unternehmen zum aktuellen Wert zurückgenommen. Diesen schätzt die Stadt auf 21 000 Euro. „Das sind ungefähr 51 Euro pro Gerät. Das ist ein guter Wert. Wir müssen froh sein, dass wir für die Entsorgung nichts zahlen müssen“, sagt Erne.

Der neue Leasingvertrag soll am 1. April 2020 beginnen und fünf Jahre lang laufen. „Wegen der Digitalisierung rechnen wir damit, dass künftig eher weniger Seiten ausgedruckt werden. Deshalb wird im neuen Leasingvertrag keine Mindestabnahme mit drin sein“, sagt Erne. Stattdessen lege die Verwaltung Wert auf eine hohe Scangeschwindigkeit. Die Digitalisierung von Verwaltungsabläufen bringe es mit sich, dass die Scanfunktion immer häufiger genutzt werde.

Ganz wegfallen werden künftig analoge Faxgeräte. Ihre Zahl reduziert sich von 24 auf null. Ebenfalls stark reduziert wird die Zahl der Einzelplatzdrucker: 280 sind es heute, davon sollen 126 übrig bleiben. Nach Auskunft von Hauptamtsleiter Erne muss auch Oberbürgermeister Norbert Zeidler künftig auf einen eigenen Drucker verzichten.

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