Wer möchte diesen Tieren eine Freude bereiten?

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Das Biberacher Tierheim sucht Ehrenamtliche, die sich bei der Betreuung der Tiere einbringen wollen.
Das Biberacher Tierheim sucht Ehrenamtliche, die sich bei der Betreuung der Tiere einbringen wollen. (Foto: Aylin Duran)
Aylin Duran

Weitere Infos zu diesem Thema gibt es unter www.tierschutzverein-biberach.de

Für interessierte Tierliebhaber hat das Tierheim Biberach seine Türen am vergangenen Sonntag weit geöffnet. Die Wege der Zweibeiner führten aus unterschiedlichen Gründen in den Hubertusweg: Während einige Besucher mit dem Gedanken spielten, besitzerlosen Tieren ein neues Zuhause zu schenken, wollten andere nur das Tierheim erkunden oder ihre Hilfe und Mitarbeit anbieten. Michaela Müller vom Tierschutzverein im Landkreis Biberach bot eine Führung über das Gelände an.

Für die ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeiter fallen im Tierheim tagtäglich zahlreiche Aufgaben an. Alle Tierfreunde, die sich im Tierheim ehrenamtlich einbringen möchten, sind daher mehr als willkommen. Hierbei gestalten sich die Aufgaben vielfältig: Wer den Kontakt mit Tieren im Tierheim sucht, kann Katzen streicheln, mit den Vierbeinern spielen oder schmusen.

Besitzerlose Hunde freuen sich hingegen tierisch, wenn sie ihren Zwinger hin und wieder verlassen können, um einen Zweibeiner bei einem ausgedehnten Spaziergang durch den Wald oder entlang der Felder zu begleiten. Vor allem unter der Woche suchen die Mitarbeiter des Tierheims noch Hundefreunde, die sicherstellen möchten, dass die Hunde den notwendigen Auslauf bekommen. Die Spaziergänge sollen angenehme und sichere Aktivitäten bleiben, weswegen die Hunde nur von Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren ausgeführt werden dürfen. Im Voraus müssen sich potenzielle „Gassi-Geher“ zu einer Schulung im Tierheim anmelden, anschließend wird den menschlichen Läufern ein Hund grüner, gelber oder roter Kategorie zugeteilt.

In Zeiten, in denen Internet-Kleinazeigenportale boomen, um Käufe aller Art zu tätigen, werden Tiere auch übers Internet verkauft. „Die Tiere werden dann über verschiedene Portale weiterverkauft“, weiß Michaela Müller. Die bemitleidenswerten Lebewesen ziehen meist mehrmals um, bevor sie schließlich im Tierheim landen. „Und so kommt es dann zu den Hunden der roten Kategorie“, erklärt sie. Diese Tiere seien meist ängstlich, aggressiv oder sehr scheu. Nicht alle Spaziergänger seien in der Lage, diese Hunde unter Kontrolle zu halten.

Für diejenigen, die auf eine derartige Nähe zu Tieren verzichten, das Tierheim aber trotzdem unterstützen möchten, tun sich andere Möglichkeiten auf. Interessierte können Tierpatenschaften übernehmen und sich dazu bereit erklären, die Kosten für Medikamenten, Futter oder Spielzeugen zu tragen.

Wildtiere werden aufgepäppelt

Neben Hunden, Katzen und Kleintieren werden im Tierheim auch untergewichtige Igel aufgepäppelt, verletzte Wildtiere werden behandelt und gepflegt. Diese Tiere werden zurück in die Freiheit entlassen, sobald ihr gesundheitlicher Zustand es erlaubt.

Paten, Gassi-Geher und Mitarbeiter des Tierheims haben für ihre vierbeinigen Freunde nur das Beste im Sinn. Dennoch steht für sie außer Frage, dass die Tiere am glücklichsten sind, wenn sie einen liebevollen Besitzer und ein richtiges Zuhause finden. Wer mit dem Gedanken spielt, ein Tier aus dem Tierheim aufzunehmen, sollte im Voraus den Kontakt zu den Mitarbeitern des Tierheims suchen. So ist sichergestellt, dass bei einem Beratungs- oder Vermittlungsgespräch ein kompetenter Mitarbeiter alle Fragen des potenziellen neuen Tierbesitzers beantworten kann.

Weitere Infos zu diesem Thema gibt es unter www.tierschutzverein-biberach.de

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