Weniger offene Stellen im Handel und in der Industrie

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 Biberach weist erneut als einziger Land- und Stadtkreis in Baden-Württemberg eine Quote von unter 2,0 Prozent aus.
Biberach weist erneut als einziger Land- und Stadtkreis in Baden-Württemberg eine Quote von unter 2,0 Prozent aus. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Biberach bleibt im November unverändert bei 1,9 Prozent. Im November wurden 2292 Arbeitslose gezählt. Dies sind 22 mehr als im Oktober, jedoch 127 mehr als vor einem Jahr.

Biberach weist erneut als einziger Land- und Stadtkreis in Baden-Württemberg eine Quote von unter 2,0 Prozent aus. Mit jeweils 2,3 Prozent folgen der Hohenlohekreis, der Enzkreis, der Kreis Rottweil, der Alb-Donau-Kreis und der Kreis Ravensburg.

„Der Biberacher Arbeitsmarkt zeigt sich robust, die Quote blieb unter der Zwei-Prozent-Marke. Das ist unter den Kreisen in Baden-Württemberg herausragend“, unterstreicht Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm.

Für den gesamten Agenturbezirk zieht Auch folgende Bilanz: „Für einen November beobachten wir einen eher geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Insgesamt bleibt die Arbeitslosigkeit auf sehr niedrigem Niveau. Jedoch zeigt der Vorjahresvergleich eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt.“

Stellenbestand verringerte sich

Zum November des vergangenen Jahres stieg die Zahl arbeitsloser Menschen um 557 Personen. Mit 1149 Stellen wurden der Arbeitsagentur im November 143 weniger als vor vier Wochen gemeldet.

Der Stellenbestand verringerte sich um 289 auf 4742 offene Arbeitsangebote. „Seit Februar geht die Zahl der offenen Stellen zurück“, berichtet der Agenturleiter. „Der stärkste Rückgang ist im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung zu beobachten, mit einigem Abstand folgen der Handel und das Verarbeitende Gewerbe.“

Bei der örtlichen Agentur für Arbeit, die überwiegend Kurzzeitarbeitslose betreut, waren im November 1412 Arbeitslose registriert. Dies sind 29 Arbeitslose mehr als im Oktober und 255 mehr als vor einem Jahr.

Beim Jobcenter des Landkreises, das erwerbsfähige Leistungsberechtigte in der Grundsicherung für Arbeitsuchende betreut, ist die Zahl der Arbeitslosen auf 880 Personen gesunken.

Im Vergleich der Werte zum Oktober sind dies sieben Arbeitslose weniger. Im Vergleich zum November des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen beim Jobcenter um 128 Personen gesunken.

In den ersten elf Monaten des Jahres wurden 731 Arbeitsuchende (Vorjahr 830) mit Unterstützung des Jobcenters in eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle vermittelt.

Im Jobcenter ist nicht nur die Zahl der Arbeitslosen gesunken, sondern auch die Zahl der Leistungsempfänger. Derzeit werden im Jobcenter 1869 Bedarfsgemeinschaften betreut.

Grundsicherung für Arbeitsuchende

Dies ist eine weniger als im Oktober und 277 weniger als im Vorjahr. Damit bezogen im November insgesamt 4112 Bürger des Landkreises Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Dies sind 10,5 Prozent weniger als vor einem Jahr, als 4.594 Bürger Leistungen des Jobcenters bezogen.

Um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, nehmen derzeit 800 (Vormonat: 697) Arbeitslosengeld-II-Bezieher an Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen teil.

Zusätzlich werden vom Landkreis 347 Personen (Vormonat: 189) durch soziale flankierende Leistungen, wie Kinderbetreuung, Sucht-, psychosoziale Betreuung oder Schuldnerberatung bei der Integration im ersten Arbeitsmarkt unterstützt.

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