Wahl fährt auf Platz sieben bei Vintage-Trophy

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 Die Vintage-Fahrer wie Paul Wahl hatten bei den „Sixdays“ im portugiesischen Portimao einige Probleme zu bewältigen.
Die Vintage-Fahrer wie Paul Wahl hatten bei den „Sixdays“ im portugiesischen Portimao einige Probleme zu bewältigen. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Mit starker deutscher Beteiligung ist die 94. Sechstagefahrt, die Mannschaftsweltmeisterschaft der Endurofahrer (ISDE), in Portimao (Portugal) an der Algarve ausgetragen worden. 55 Fahrer hatte der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) entsandt, darunter auch zwei Fahrer des AMC Biberach. Andreas Holz startete in der stark besetzten Klasse C82 (Motorräder bis Baujahr 1982), Paul Wahl in der Klasse C76 (Motorräder bis Baujahr 1976). Beide fuhren mit einer Maico GS 400 und starteten in der Vintage-Trophy, die erst das vierte Mal stattfand.

Für die Vintage-Fahrer dauerten die „Sixdays“ nur zwei Tage auf der Strecke plus einen Tag Motocross-Prüfung. Die Streckenlänge war mit 90 bis 150 Kilometern pro Tag deutlich reduziert im Vergleich zu den restlichen ISDE-Fahrern. Die Streckenabschnitte waren identisch, ebenso die Zeitvorgaben. Den Vintage-Fahrern hatte der Veranstalter kein separates Zeitfenster eingerichtet, sodass sie mit den anderen Sixdays-Fahrern kollidierten. Durch die hohe Anzahl der Starter – rund 750 – kam es immer wieder zu Rückstaus an den Prüfungen, unter denen vor allem die Vintage-Fahrer zu leiden hatten.

Nach der Startprüfung folgte circa 20 Kilometer weiter die nächste. Auf dem schlammigen Acker und in einem steilen und stufigen Wald bei strömendem Regen konnten schon nicht mehr alle Fahrer starten. Anschließend ging es auf der Strecke in kilometerlange Steinsektionen, die höchstes WM-Niveau hatten. Nach dem Erreichen der Zeitkontrolle stellte sich heraus, dass der Veranstalter die Vintage-Fahrer hier gar nicht fahren lassen wollte, es aber versäumt hatte, entsprechende Markierungen anzubringen. In mehreren Gruppen zusammengefasst, wurden die Fahrer zur nächsten Sonderprüfung geleitet. Am Ende des Tages stellte sich heraus, dass nur ein kleiner Teil der Fahrer alle Zeitkontrollen und Sonderprüfungen absolviert hatte, unter anderem Andreas Holz. Daher wurden die Fahrzeiten neutralisiert und für die fehlenden Prüfungs- mit Durchschnittszeiten ergänzt.

Rückstau an einer Auffahrt

Der zweite Tag führte über 96 Kilometer und drei Sonderprüfungen zum Ziel. Ein Rückstau an einer der Auffahrten führte zu circa 15 Minuten Zeitverlust. Die neun Kilometer lange folgende Sonderprüfung war für die gestressten Fahrer kräftezehrend und nur mit enormer Konzentration zu bewältigen. Die Rücketappe musste schnellstmöglich gefahren werden wegen eines Zeitlimits von 30 Minuten. Trotz sehr hoher Geschwindigkeit hatte Holz an der Zeitkontrolle einen Rückstand von drei, Wahl sogar von mehr als 29 Minuten. Nachträglich wurde das Zeitlimit auf eine Stunde erhöht, damit die Ausfälle sich in Grenzen hielten.

Die Motocross-Prüfung am dritten Tag, die eher ein Supermoto-Lauf war, der kurzfristig in eine Kartbahn gebastelt wurde, änderte nichts mehr am Endresultat: Andreas Holz erreichte Platz 20 in der Klasse C82, Paul Wahl Platz sieben in der Klasse C76.

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