Viktoria Ribitsch sichert sich Bronze

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Taekwondo-Kämpferin Viktoria Ribitsch freut sich mit Trainer Kai Penteker über die Bronzemedaille bei den German Open und den d
Taekwondo-Kämpferin Viktoria Ribitsch freut sich mit Trainer Kai Penteker über die Bronzemedaille bei den German Open und den damit verbunden Punkten für die Weltrangliste. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Eine herausragende Leistung hat die Taekwondo-Kämpferin Viktoria Ribitsch von der TG Biberach bei den German Open in Hamburg gezeigt. Sie erkämpfte sich Bronze bei dem Weltranglistenturnier.

Knapp 1000 Kämpfer aus 47 Nationen traten bei den German Open an. Unter ihnen waren auch die TG-Sportler Viktoria Ribitsch, Faisal Muhammadi und Amir Khademi mit ihren Trainern Kai Penteker und Dragan Zekic.

In der Jugendklasse bis 49 Kilogramm ging Viktoria Ribitsch an den Start. Sie traf im letzten Vorrundenkampf auf ihre Dauerkontrahentin Sophie Stoiber. Zuletzt hatte Ribitsch bei der Jugend-DM noch knapp gegen die Internatssportlerin aus Swisstal im Viertelfinale verloren, doch diesmal zahlte sich die intensive Vorbereitung für die Biberacherin aus. Von Beginn an entwickelte sich ein enger Kampf zwischen beiden. Mit kräftigen Seitwärtstritten zur Weste hielt die TG-Sportlerin die ehemalige deutsche Kadettenmeisterin letztlich in der dritten Runde geschickt auf Distanz und freute sich am Ende über den Einzug ins Halbfinale. „Ich freue mich riesig, dass ich dieses Mal den Kampf für mich entscheiden konnte“, so Ribitsch nach dem knappen Ergebnis.

Im Halbfinale stand der 15-Jährigen dann die erfahrene Italienerin Linda Cecchi gegenüber. Mit einem schönen Kopftreffer in der ersten Runde startete Ribitsch vielversprechend in den Kampf. Aber auch die Italienerin holte sich schnell die ersten Punkte. Von da an entwickelte sich ein spannender Kampf, der bis zur letzten Runde offen blieb. Zum Ende der letzten Minute schaffte es aber dann die Italienerin sich mit weiteren Treffern abzusetzen und so musste sich Ribitsch mit 4:13 geschlagen geben. Trotz der Niederlage nahm die Biberacherin strahlend die Bronzemedaille entgegen und freute sich über weitere Weltranglistenpunkte auf ihrem Konto. „Viktoria konnte noch mal eine Schippe drauflegen und hat sich bei diesem Turnier sehr gut geschlagen“, zeigte sich auch TG-Trainer Kai Penteker mit der Leistung von Ribitsch sehr zufrieden.

Frühes Premierenende

Das erste Mal bei einem Weltranglistenturnier starteten Faisal Muhammadi und Amir Khademi. Die beiden aus Afghanistan stammenden Sportler trainieren schon mehrere Jahre bei der TG unter Kai Penteker. Beide konnten sich schon einige Turniersiege erkämpfen. Mit Unterstützung der ökumenischen Flüchtlingsarbeit von Caritas und Diakonie konnte nun auch eine Teilnahme beim deutschen Weltranglistenturnier ermöglicht werden. Amir Kahdemi, der bei den Männern bis 58 Kilogramm in einer der bestbesetzten Klassen antrat, bekam es im ersten Kampf mit dem US-Amerikaner Liam Mccracke zu tun. Der international erfahrene US-Nationalkämpfer dominierte von der ersten Runde an den Kampf und ließ dem Biberacher kaum Freiraum. Khademi zeigte bis zum Ende großen Kampfgeist, musste sich aber doch sehr deutlich mit 8:29 geschlagen geben.

Sehr schweres Los

Ein sehr schweres Los erwischte auch Faisal Muhammadi in der Jugendklasse bis 55 Kilogramm. Der 15-jährige TG-Sportler traf auf den Schweden Ahmad Al Damanhouri. Mit schnellen Tritten zur Weste und zum Helm starteten beide Kontrahenten sehr spritzig in den Kampf. Nachdem die ersten beiden Runden noch sehr ausgeglichen waren, gelang es aber dem Schweden in der dritten Runde, noch einmal eine Schippe draufzulegen und zog so dem Biberacher mit 35:14 davon. Dies bedeutete für Khademi und Muhammadi das frühe Turnieraus. Auch wenn die Enttäuschung der beiden sehr groß war, nahmen sie viele neue Eindrücke und Erfahrungen mit. Trainer Kai Penteker zog durchaus eine positive Bilanz. „Es gehört schon einiges dazu, sich bei solchen hochkarätigen Turnieren der internationalen Konkurrenz zu stellen“, so Penteker. „Die meisten Sportler, die bei Weltranglistenturnieren an den Start gehen, haben schon eine langjährige internationale Erfahrung.“

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