Verletzungspech fordert Tribut

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Nach der Niederlage bei den Saarland Hurricanes beendete der Aufsteiger Biberach Beavers (blaue Trikots) die Spielzeit mit 12:12
Nach der Niederlage bei den Saarland Hurricanes beendete der Aufsteiger Biberach Beavers (blaue Trikots) die Spielzeit mit 12:12 Punkten auf Tabellenplatz vier. (Foto: Florian Achberger)
Marc Kuschick

Weitere Ergebnisse des letzten Spieltags in der GFL2 Süd: Wiesbaden Phantoms – Ravensburg Razorbacks 24:30, Darmstadt Diamonds – Straubing Spiders 0:35.

Abschlusstabelle der GFL2 Süd: 1. Ravensburg Razorbacks 20:4 Punkte/433:244 Touchdownpunkte, 2. Saarland Hurricanes 18:6/501:183, 3. Straubing Spiders 18:6/431:182, 4. Biberach Beavers 12:12/288:385, 5. Wiesbaden Phantoms 10:14/301:304, 6. Darmstadt Diamonds 6:18/176:420, 7. Gießen Golden Dragons 0:24/62:474.

Die American Footballer der Biberach Beavers haben in der German Football League (GFL) 2 Süd ihr letztes Saisonspiel bei den Saarland Hurricanes mit 3:54 verloren. Die TG-Footballer lieferten dabei ihre schwächste Offensivleistung der Saison ab. Durch die Niederlage beendete der Aufsteiger die Spielzeit mit 12:12 Punkten auf Tabellenplatz vier.

Dabei ging das Spiel einigermaßen vielversprechend los für das Team von Headcoach Oscar Vazquez-Dyer. Die Beavers schafften es in ihrem ersten Angriff, gleich drei Punkte zu erzielen. Es sollten allerdings die einzigen an diesem Tag bleiben. „Der erste Drive war ziemlich gut. Wir haben auf das Laufspiel gesetzt und das hat ziemlich gut funktioniert“, erklärte Runningback Alexander Funk. „Aber die Hurricanes haben anschließend umgestellt und dann war es nicht mehr so einfach. Man muss vielleicht auch sagen, dass die Hurricanes in meinen Augen das beste Team der Liga sind.“

Wurfhand-Verletzung bei van Deripe

Dass am Ende aus dem 3:0 ein 3:54 wurde, hat viele Gründe. Zunächst verletzte sich Beavers-Quarterback Michael van Deripe bereits ziemlich früh an der Wurfhand und das schlechte Wetter in Neunkirchen war dabei auch nicht hilfreich. „Nach der Verletzung konnte er kaum richtig werfen, die Kälte dazu war auch nicht gut“, so Funk. Dazu kam, dass durch den starken Regen sich die Spielbälle mit Wasser vollsogen und deshalb deutlich schwerer wurden. Gepaart mit der schlechten Hand van Deripes war dies nicht die beste Ausgangssituation für eine wurflastige Offensive, wie die der Bavers. „Wir waren relativ früh dazu gezwungen, viel zu laufen. Das hat uns nicht in die Karten gespielt“, sagte Alexander Funk. „Ganz im Gegensatz zu den Hurricanes, die ein absolutes Laufteam sind.“

Des Weiteren machte sich darüber hinaus das Verletzungspech der TG-Footballer sehr bemerkbar. „Wir mussten in der Verteidigung viele Rookies aufstellen, die keine Erfahrung haben. Das haben die Hurricanes gewusst und sich natürlich gezielt auf diese eingeschossen“, so der Biberacher Runningback. „Unsere komplette Receiver-Riege ist verletzt oder angeschlagen. Nur zwei davon sind noch fit.“

Trotz allem findet Funk, dass die Beavers durchaus in der richtigen Liga spielen. „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Wir brauchen mehr Kadertiefe und müssen athletischer werden“, sagte er. „Wer athletischer ist, verletzt sich nicht so schnell. Aber wir haben auch gesehen, dass wir mit den Top Drei, Ravensburg, Straubing und Saarland, noch nicht mithalten können.“ Für die Biberacher geht es jetzt in eine lange Offseason und damit auch in die Strukturierungsprozesse für die neue Saison. Zuerst einmal bedeutet dies eine zweimonatige Trainingspause. „Dann müssen wir alle an Gewicht zulegen und schauen, dass wir noch weitere Leute finden.“ Über die Zukunft der Importspieler kann sich Funk noch keine Meinung bilden, da noch nichts feststeht: „Das wird alles jetzt in den nächsten Wochen entschieden.“

Während für die Biberach Beavers die Saison beendet ist, geht sie für die Ravensburg Razorbacks in die Verlängerung. Der Meister muss sich in den Play-offs zum Aufstieg gegen die Kirchdorf Wildcats beweisen.

Weitere Ergebnisse des letzten Spieltags in der GFL2 Süd: Wiesbaden Phantoms – Ravensburg Razorbacks 24:30, Darmstadt Diamonds – Straubing Spiders 0:35.

Abschlusstabelle der GFL2 Süd: 1. Ravensburg Razorbacks 20:4 Punkte/433:244 Touchdownpunkte, 2. Saarland Hurricanes 18:6/501:183, 3. Straubing Spiders 18:6/431:182, 4. Biberach Beavers 12:12/288:385, 5. Wiesbaden Phantoms 10:14/301:304, 6. Darmstadt Diamonds 6:18/176:420, 7. Gießen Golden Dragons 0:24/62:474.

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