Verfolgerduell und Lokalderby stehen im Fokus

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Der SV Sulmetingen (links Marcel Karremann) und der SV Dettingen (hier Andreas Betz) messen sich im Rennen um Platz zwei im dir
Der SV Sulmetingen (links Marcel Karremann) und der SV Dettingen (hier Andreas Betz) messen sich im Rennen um Platz zwei im direkten Duell. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der FV Biberach ist auf Titelkurs in der Fußball-Bezirksliga Riß, hat am 21. Spieltag in Baltringen aber keine leichte Aufgabe vor sich. Völlig offen ist das Rennen um Platz zwei, der SV Sulmetingen und Dettingen messen sich im direkten Duell. Im Lokalderby duellieren sich Kirchberg und Gutenzell. Am Sonntag, 15. April, ringen um 17 Uhr die zuletzt erfolgreichen Teams Alberweiler und Eberhardzell um Punkte im Abstiegskampf. Anstoß bei den anderen Spielen ist am Sonntag um 15 Uhr.

Hinten stand die Null, vorne einmal getroffen – das genügte dem SV Baltringen zuletzt zum neunten Saisonsieg. Gegen den FV Biberach muss man sich wohl noch ein paar Kniffe mehr einfallen lassen. Erstens um die starke Abwehr des FVB in Verlegenheit zu bringen, zweitens um den besten Angriff der Liga in Schach zu halten. Große taktische Winkelzüge braucht sich FVB-Coach Dietmar Hatzing kaum überlegen, man kann personell aus dem Vollen schöpfen. Beim FVB will man die Titelfrage so schnell wie möglich klären, daher strebt man auch den neunten Auswärtssieg an.

Mit sieben Punkten aus drei Partien nach der Winterpause kann der SV Alberweiler eine stolze Bilanz vorweisen – im Ziel ist der SVA aber noch lange nicht. Einen Schritt dorthin könnte der Tabellenzehnte aber mit einem Erfolg gegen den um einen Punkt schlechter gestellten SV Eberhardzell machen. Die zuletzt siegreichen Gäste hielten am Vorsonntag mit Schwendi einen Tabellennachbarn in Schach. Mit einem Sieg beim SVA wäre dieser überholt und das rettende Ufer käme in Sichtweite. In der Vorrunde gab es für den SVE in diesem Duell den ersten Saisonsieg.

Polster ist geschmolzen

Nach zwei schwächeren Auftritten mit Niederlagen ist das zuvor recht komfortable Polster des TSV Kirchberg auf die Abstiegszone geschmolzen. Dass dies kein Trend, sondern lediglich ein kleines Zwischentief war, will man im vielleicht richtungsweisenden Lokalderby gegen den VfB Gutenzell beweisen. Eben gegen den TSV gelang den Gästen am sechsten Spieltag der bislang letzte Saisonsieg. Um im Abstiegskampf weiter reelle Chancen zu haben, hilft dem Vorletzten jetzt nur noch eines weiter: Ein sofortiges Ende der Sieglosserie.

Unterschiedlicher könnte das Zahlenwerk kaum sein: Der FV Olympia Laupheim II startete mit vier Pleiten aus der Winterpause, der SV Reinstetten kam in vier Partien zu drei Siegen und einem Remis. Die Gastgeber haben tabellarisch gesehen noch keine Not, ein zählbares Resultat darf es aber schon mal wieder sein. Fast alles was dem SVR bis in den Spätherbst schwer fiel, läuft jetzt fast wie von selbst. Zwölf Mal traf der SVR nach der Winterpause ins Schwarze – das ist Ligabestwert. Weitere Tore und der nächste Sieg sind bei den etwas verunsicherten Laupheimern möglich.

Der Sechste, der SV Steinhausen, hat es mit dem TSV Wain zum zweiten Mal binnen einer Woche mit einem Gegner aus der unteren Tabellenregion zu tun. Beim SVS hat man Platz fünf noch im Visier, außerdem will die Mang-Elf die ganz passable Form bis zum Pokal-Halbfinale konservieren. Der Gast hat den Abstiegskampf mit all seinen Zutaten voll angenommen, zuletzt gab es zwei Siege gegen klar besser positionierte Mannschaften. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt wieder beim Aufsteiger, schon ein Remis würde weiterhelfen.

Kein Platz für Übermut

Mit den weniger werdenden Spielen sinkt beim BSC Berkheim auch die Chance, die für den Klassenerhalt nötigen Siege einzufahren. Eine Woche nach dem Gastspiel in Biberach hat der BSC mit dem SV Ringschnait ein weiteres Schwergewicht als Gegner – es bleibt nur die Außenseiterrolle. Beim Gast ist trotz einer bisher sehr solide angelaufenen Rückserie kein Platz für Übermut. Schon im Vorrundenspiel musste der SVR einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen und siegte dann knapp.

Auch bei den SF Schwendi kann man Tabellen richtig lesen. Fakt ist, dass sich der Landesliga-Absteiger auf dem viertletzten Rang befindet, auf der anderen Seite aber auch nur zwei Punkte hinter dem auf Platz neun liegenden TSV Rot/ Rot steht. Die Vorgabe ist ebenso klar wie verständlich: Es soll ein Sieg her. Die Gäste verpatzten am Vorsonntag die Heimpremiere von Coach Volar, auswärts fühlt man sich aber ohnehin wohler. Auch im Roter Lager weiß man um die Bedeutung der Partie: Mindestziel ist ein Punkt, mit dem man sich die SF vorerst vom Leib halten könnte.

Beim SV Sulmetingen betrieb man unter der Woche Ursachenforschung für die völlig überraschende Niederlage in Wain. Ob der Tabellenzweite dann auch die richtigen Schlüsse gezogen hat, wird die Partie gegen den Tabellenvierten SV Dettingen zeigen. Der letzte Heimsieg gegen den SVD liegt aber mehr als drei Jahre zurück. Die Gäste boten in dieser Saison auch schon bessere Vorstellungen als am Vorsonntag. Beim SVS hat man nun aber die Chance, den einstigen Rückstand von sieben Punkten auf den Relegationsplatz mit einem Sieg endgültig zu pulverisieren.

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