VC Baustetten am Ende der glückliche Sieger

Lesedauer: 5 Min

Der VC Baustetten (blaue Trikots) setzte sich im Derby gegen die TG Biberach durch.
Der VC Baustetten (blaue Trikots) setzte sich im Derby gegen die TG Biberach durch. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung
Michael Mader

Der VC Baustetten hat den Klassenerhalt in der Volleyball-Oberliga Württemberg der Frauen geschafft. Der VCB gewann das Derby bei der TG Biberach mit 3:2 (25:21, 23:25, 25:12, 23:25, 15:13) im Tiebreak. Die TG muss nach der knappen Niederlage dagegen weiter um den Klassenerhalt bangen.

Ein Hauch von Zweiter Liga wehte an diesem Abend in der Wilhelm-Leger-Halle. Schließlich standen bei Baustetten mit Natalie Welsch, Steffi Kögel und Anja Gensch drei ehemalige TG-Spielerinnen auf dem Parkett. Bei der TG selbst spielte Nina Rechtsteiner, die vor acht Jahren als 17-Jährige auch Zweitligaluft schnuppern durfte. Und als Co-Trainer bei Biberach fungierte wie eh und je Gerd Kehm. Sein damaliger Trainerkollege Peter Baur und auch Andrea Griesinger, damals ebenfalls im Zweitliga-Kader saßen auf der Tribüne und genossen die gute Stimmung in der Halle.

Annahmeprobleme im Griff

Vor allem aber die Gäste aus der Laupheimer Vorstadt hatten zu feiern. Neben dem Klassenerhalt der Frauen, wurden die Männer Meister in der Bezirksliga. So machte nach dem Spiel dann doch der eine oder andere Becher Sekt in der Halle die Runde. „Wir haben heute gewonnen, weil wir unsere Annahmeprobleme in den Anfangsphasen der Sätze in den Griff bekamen und am Ende auch das nötige Glück hatten“, fasste Baustettens Trainer Thomas Kammerer die gut zwei Stunden Spielzeit zusammen. „Zudem hatten wir nach der Hinspielniederlage noch eine Rechnung offen.“

Sein Team war schwer in die Gänge gekommen, lag jeweils in den Sätzen eins und zwei schnell mit 1:7 zurück. Der erste Durchgang wurde noch gedreht, im zweiten hatte die TG die Nase vorn. „Bei uns hat heute die halbe Mannschaft verletzt auf der Tribüne gesessen“, ärgerte sich Gerd Kehm über die Niederlage, war aber gleichzeitig froh, noch einen wichtigen Punkt behalten zu haben. Stefan Hecht eilte sofort nach dem Abpfiff nach oben zu den Zuschauern und klatschte dort auch die verletzten und kranken Spielerinnen ab. Während des Spiels hatte der Cheftrainer zuvor des Öfteren die Faust nach oben gereckt, am Ende jubelte dann doch der VC Baustetten.

„Da war viel Routine und Cleverness dabei“, meinte Nina Rechtsteiner, die das Spiel der Biberacherinnen phasenweise sehr gut lenkte. Und Gerd Kehm fügte hinzu: „Die Mädels haben heute gezeigt, was sie bei uns gelernt haben.“ Nach dem Gewinn des dritten Satzes mit 25:12 sah Baustetten schon wie der klare Sieger aus, doch die TG kämpfte sich vor allem dank Jana Traub und Pauline Kemper zurück. Im Tiebreak lag der VCB meist in Führung und rettete die auch ins Ziel. „Ich denke, dass da viel Kopfsache dabei war“, sagte eine strahlende Steffi Kögel. Gleichzeitig erklärte sie, dass sie zum Saisonende aufhören will. „Da ist das letzte Wort hoffentlich noch nicht gesprochen“, setzt Trainer Kammerer auf seine Überzeugungskraft und die des Vorsitzenden Ekkehard Bischof. Dass Steffi Kögel die Denkerin und Lenkerin des Baustetter Spiels ist, hatten die rund 300 Zuschauer in der Halle während des Spiels in allen Phasen beobachten können.

Für Baustetten geht es jetzt darum, in den beiden letzten Partien den vierten Platz zu festigen, Biberach braucht noch dringend Punkte, um die Oberliga zu halten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen