Vargas Müller verlässt Olympia Laupheim

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 Ivan Vargas Müller hat den FV Olympia Laupheim in der Winterpause verlassen und ist zum Oberligisten SSV Reutlingen gewechselt.
Ivan Vargas Müller hat den FV Olympia Laupheim in der Winterpause verlassen und ist zum Oberligisten SSV Reutlingen gewechselt. (Foto: Archiv: Volker Strohmaier)
Sportredakteur
Michael Mader

Die Winter-Wechselperiode im Fußball ist am 31. Januar abgelaufen. Paukenschlag in der Verbandsliga: Stürmer Ivan Vargas Müller verlässt den FV Olympia Laupheim und wechselt zum Oberligisten SSV Reutlingen. Beim Landesligisten FV Biberach freut man sich auf Florian Treske aus Offenbach und muss den Abgang von Kubilay Yesilöz zum SC Türkgücü Ulm (Bezirksliga Donau/Iller) zur Kenntnis nehmen. Den SV Ochsenhausen hat Stürmer Konrad Licht (zum FC Memmingen II/SZ berichtete) verlassen, darüber hinaus gab es zwei Zugänge.

FV Olympia Laupheim: „Wir haben erst Ende Dezember schriftlich vom Abgang von Vargas Müller erfahren“, sagt Laupheims Sportlicher Leiter Stefan Rampf. Danach sei der Spieler, der seit dem 1. Juli 2017 für die Olympia gespielt hat, erst in den Urlaub gegangen und habe nicht für ein persönliches Gespräch zur Verfügung gestanden. „Wir kritisieren nicht den Wechsel an sich, denn wir haben uns dann auch mit dem SSV Reutlingen schnell über die Wechselmodalitäten geeinigt. Aber die Art und Weise hat uns nicht gefallen.“ Beide Vereine haben sich auf eine Ablösesumme für den 29-Jährigen geeinigt. Über die Höhe wollte Rampf keine weiteren Details nennen. Aus dem Bezirksligakader der Laupheimer verlassen Timo Schöll (zum A-Ligisten Asch/Sonderbuch) und Halit Baykara zu Inter Laupheim (Kreisliga B II) die Olympia. „Beide Spieler haben aus verletzungstechnischen und beruflichen Gründen wenig Spielzeit gehabt und so sind die Wechsel durchaus nachvollziehbar“, erläutert Rampf.

FV Biberach: Um Kleingeld ging es offensichtlich auch beim Wechsel von Kubilay Yesilöz. Der FV Biberach hatte dem Spieler ein Angebot bis zum Ende der Saison gemacht, das er nach Angaben von Trainer Dietmar Hatzing nicht akzeptiert hat. Hatzing freut sich unterdessen besonders über den Wechsel von Florian Treske, der ablösefrei vom Regionalligisten Kickers Offenbach nach Biberach gekommen ist und auch über die Rückkehr von Florian Fritzenschaf in den Kader. Der Keeper hat rund anderthalb Jahre wegen Verletzung und Auslandsaufenthalten nicht am Spielbetrieb teilgenommen. Die gesamte Vorbereitung ausfallen wird Mittelfeldmotor Fabian Scheffold, der sich verletzt hat.

Abwehrspieler Matteo Buck wechselte unterdessen zum Riß-Bezirksligisten SV Dettingen. Oliver Mayer kehrte zu seinem Heimatverein SV Muttensweiler (Kreisliga A I) zurück. Patrick Gaupp schloss sich dem SV Schemmerhofen (Kreisliga A II) an.

SV Ochsenhausen: „Sein Weggang tut natürlich weh. Wenn man so ein Angebot bekommt, dann muss man es aber auch wahrnehmen“, zeigt SVO-Abteilungsleiter Albrecht Biechele Verständnis für den ablösefreien Wechsel von Eigengewächs Konrad Licht zum FC Memmingen II. „Daher haben wir ihm auch keinerlei Steine in den Weg gelegt und hoffen, dass er seinen Weg in Memmingen macht und vielleicht sogar den Sprung in die ,Erste‘ schafft. Konrad hatte auch schon im Sommer das Angebot, zum FCM zu gehen, ist damals aber noch geblieben.“ Licht bleibe dem SVO trotz des Wechsels weiter eng verbunden, als Mitglied im Ausschuss der Fußballabteilung. „Für eine Rückkehr steht ihm auch jederzeit eine Tür weit offen“, sagt Biechele.

Zugang aus der Bayernliga

Zum Trainingsauftakt am kommenden Dienstag wird Spielertrainer Oliver Wild mit Daniel Jägg (kommt vom SV Reinstetten) und Burak Kesici zwei Zugänge begrüßen können. Kesici war bis zuletzt noch für den 1. FC Sonthofen aktiv und gehörte zum Stammpersonal des Bayernligisten. „Es ergab sich kurzfristig eine Möglichkeit, den Spieler zu holen, und da mussten wir zuschlagen“, so Biechele. Der Kontakt sei über Michael Wild zustande gekommen, der mit Kesici früher beim DJK SV Ost Memmingen zusammengespielt hatte. „Er ist eine Topverstärkung für uns und soll mithelfen, die Lücke in der Offensive zu schließen, die Konrad Licht hinterlassen hat“, sagt der SVO-Abteilungsleiter über den 25-jährigen offensiven Mittelfeldspieler. Der 24-jährige Daniel Jägg habe die Qualität, sich in die Mannschaft reinzuspielen, so Biechele: „Er ist im Mittelfeld flexibel einsetzbar, defensiv und offensiv.“

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