Urban Danceprix: Publikum erlebt einen hart umkämpften Wettbewerb

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 Sie haben die Jury mit ihrem Talent beim Danceprix in Biberach überzeugt: 1st Cut aus Friedberg.
Sie haben die Jury mit ihrem Talent beim Danceprix in Biberach überzeugt: 1st Cut aus Friedberg. (Foto: Aylin Duran)
Schwäbische Zeitung
Aylin Duran

Zum vierten Mal hat am Wochenende der Urban Danceprix in Biberach stattgefunden. In diesem Jahr haben die Mitglieder der Streetdance-Gruppe Funky Kidz dafür gesorgt, dass aus der Veranstaltung ein dreitägiges Festival wurde. Höhepunkt des Danceprix war am Samstagnachmittag der Showcontest in der ausverkauften Stadthalle. Wer den Wettbewerb verfolgte, wurde Zeuge eines atemberaubenden Spektakels.

Elf Tanzgruppen stellten an diesen Nachmittag ihr Können unter Beweis. Die Tänzer hatten beeindruckende Choreographien einstudiert und waren angereist, um gegeneinander anzutreten. Die Funky Kidz eröffneten den Wettbewerb und verwandelten sich hierfür in „Star Wars“-Figuren. Wer ist der beste Pilot der Galaxie?

Die Funky Kidz entführten die Zuschauer in ferne Welten und wollten genau das herausfinden. Als Gruppe wurden die Tänzer zu Fliegern, die sich in der Luft bekriegten. Nachdem Luke Skywalker dann das Zeitliche segnete, ging es los mit einem erstklassigen Tanzduell.

Schauspielerisches Talent gefragt

Der Kreativität der Streetdancer war keine Grenze gesetzt. Sie begeisterten ihr Publikum nicht nur mit anspruchsvollen Choreographien, sondern auch mit schauspielerischem Talent und ausgefallenen Kostümen. Schnell wurde klar: Zu entscheiden, wer die beste Performance abgeliefert hat, würde definitiv nicht einfach sein.

In Form von internationalen Größen der Tanzszene haben sich die Funky Kidz daher Verstärkung geholt. Storm aus Berlin, Funky J aus Paris und Majid aus Krefeld trafen die Entscheidung und kürten letztendlich die Tanzgruppe 1st Cut aus Friedberg zum Sieger.

Besondere Geschichte erzählt

Mit ihrem Programm „Dreams and Nightmares“ gaben die sieben Tänzer ein wahres Tanztheater zum Besten. Sie erzählten eine besondere Geschichte, entführten ihre Zuschauer in die Welt der Träume – und der Alpträume. Den Juroren gefiel es, dass die Tänzer in ihrer Choreographie Gegensätze miteinander verbanden. Das Schöne traf auf das düstere Eklige, positive Gedanken trafen auf den furchtbaren Alptraum, der weiße Schlafanzug auf die schwarzen Gewänder der Gruselgestalten.

 Olympus Underground.
Olympus Underground. (Foto: Aylin Duran)

Den Publikumspreis holte sich die Gruppe Olympus Underground. Sie tanzten schnell und energiegeladen, wirbelten herum und standen am Ende atemlos auf der Bühne. Die Performance der fünf Tänzer aus Passau gefiel den Zuschauern besonders.

Die Stimmung in der Halle war durchgehend grandios, doch die drei Juroren setzten allem noch ein Sahnehäubchen auf, als sie selbst zu tanzen begannen. Mal bewegte sich Storm wie ein Roboter, anschließend tanzte er in Zeitlupe, nur Sekunden später zeigte er sich aber beweglich wie eine Schlange.

Zahlreiche Workshops

Der Showcontest stellte zwar den Höhepunkt des Urban Danceprix dar, dennoch gab es über das Wochenende verteilt weitere Veranstaltungen wie Tanz-Duelle und zahlreiche Workshops. Natalie Molker von den Funky Kidz ist äußerst zufrieden, denn das schlechte Wetter und der abgesagte Musikfrühling hätten dem Tanzfestival keineswegs geschadet.

Bei der Veranstaltung des Urban Danceprix hatte Molker viel Spaß. „Ich bin voll motiviert“, sagt sie. „Es ist unglaublich, dass Leute sogar aus Österreich und Italien angereist sind.“ Es ist ihr großer Wunsch und das Ziel der Funky Kidz, dass der Urban Danceprix auch in zwei Jahren wieder in Biberach stattfinden kann – bestenfalls erneut als dreitägiges Festival.

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