Trickbetrug: Dieb zockt hilfsbereitem Senior mehrere Geldscheine ab

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ARCHIV - Eine Polizeiwagen steht am 08.01.2012 mit Blaulicht in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Foto: Roland Weihrauch/dpa (zu
ARCHIV - Eine Polizeiwagen steht am 08.01.2012 mit Blaulicht in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). (Foto: Roland Weihrauch)
Schwäbische Zeitung

Erneut ist die Hilfsbereitschaft eines Passanten in der Region ausgenutzt worden. Wie die Polizei berichtet, erbeutete am Dienstag ein Trickdieb in Biberach mehrere Geldscheine. Vergangene Woche wurde die Masche schon einmal angewendet – und zwar in einer Tiefgarage in Laupheim.

Gegen 10.15 Uhr wollte ein Senior auf einem Parkplatz in der Ziegelhausstraße in Biberach ein Ticket lösen. An dem Automat stand bereits ein Mann, der den 78-Jährigen freundlich nach etwas Kleingeld fragte. Das teilte das Polizeipräsidium Ulm am Mittwoch mit.

Der gutgläubige Senior wollte helfen und suchte in seiner Geldbörse nach einer Münze. Hierbei sei ihm der Dieb sehr nahe gestanden und habe ihm bei der Suche helfen wollen.

Wege der beiden trennen sich

Der Senior übergab ihm eine Münze und die Wege der beiden trennten sich, wie das Polizeipräsidium Ulm weiter schreibt. Kurz darauf überprüfte er seine Geldbörse und musste das Fehlen von Scheinen feststellen.

Die Biberacher Polizei (Telefon 07351/4470) hat die Ermittlungen nach dem Unbekannten aufgenommen und hofft auf Zeugenhinweise:

 

  • Der Dieb soll etwa 30 Jahre alt und zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß sein.
  • Der Afrikaner soll eine kräftige Statur und kurze Haare haben.
  • Er soll sehr freundlich gewesen sein und gut deutsch gesprochen haben.

Vergangene Woche ist eine 64-jährige Frau in einer Laupheimer Tiefgarage mit einer ähnlichen Masche übers Ohr gehauen worden. Sie wurde ebenfalls von einem Mann angesprochen. Sie wechselte ihm wie gewünscht Bargeld und stellte wenig später fest: Ihr fehlt eine nicht unerhebliche Summe in Geldscheinen aus ihrem Portemonnaie.

Die Polizei empfiehlt: Zeigen Sie „Mut zur Unhöflichkeit“. Verprellen Sie lieber Fremde, bevor Sie bestohlen werden. Lassen Sie Fremde nicht in Ihre Geldbörse schauen. Lassen Sie sich nicht beim Wechseln helfen. Geben Sie das Wechselgeld erst dann heraus, wenn Sie zuvor den zu wechselnden Betrag erhalten haben. Sind Sie misstrauisch, wenn immer neue Wechselwünsche hervorgebracht werden.

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