The Gospel People liefern in Biberach eine energiegeladene Show

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Als Solisten wie als Backgroundsänger agierten The Gospel People immer sicher und überzeugend.
Als Solisten wie als Backgroundsänger agierten The Gospel People immer sicher und überzeugend. (Foto: Trüg)
Gerhard Trüg

Regelmäßig machen sich The Gospel People auf den Weg von Harlem/New York nach Europa, um ihre frohe Botschaft zu verkünden. Am Mittwochabend waren sie, nach 2012 und 2013, zum dritten Mal in der Biberacher Stadthalle zu hören.

Die drei Frauen und vier Männer boten eine atemberaubende und energiegeladene Show mit traditionellem „Black Gospel“ über den vom Jazz und Soul inspirierten Gospel bis hin zu dem modernen „Contemporary Gospel“, der von der Rock-Pop-Musik und Rap-Elementen beeinflusst ist.

Die Sängerinnen und Sänger wurden vom jazzigen Klavier und vom harmoniegebenden Keyboard und dem Schlagzeug begleitet.

Von der ersten Sekunde an entwickelten die Musiker einen klanggewaltigen Sound, von dem die Zuhörer zunehmend mitgerissen wurden. Der Frontman lieferte eine perfekte Performance-Show mit akrobatischen Sprungeinlagen und animierte die Zuhörer zum Mitklatschen und Mitsingen.

Leider gab es kein Programm mit den Namen der Protagonisten und den Titeln der Songs.

Der erste Teil vor der Pause war eher vom traditionellen „Black Gospel“ geprägt. Die typischen Gospel-Elemente des „Call and Response“, mit Vorsänger und antwortendem Chor, gepaart mit eindringlichen Wort- und Tonwiederholungen waren Grundlage der Lieder. Immer wieder wurden die Worte „Halleluja“ und „Jesus“ vom Vorsänger mit einer Melodiefloskel gesungen und dann vom Background-Chor wiederholt, bis eine fast trancehafte Eindringlichkeit entstand.

Ein wunderschönes Beispiel dafür war das Lied „Singing Mary“, bei dem die Vorsängerin leicht improvisierend eine Melodie vorgab, die dann mehrstimmig mit den Worten „Singing Mary“ beantwortet wurde.

Bei allen Titeln konnte man die stimmlichen Qualitäten der fünf Sängerinnen und Sänger bewundern. Alle waren sowohl als Solisten wie auch im Background absolut sicher und immer präsent. Dies zeigte sich auch bei der großen Nummer „See the light“ und unmittelbar vor der Pause, als alle Musiker mächtig einheizten und einen mitreißenden Sound entwickelten.

Schon rein äußerlich wandelte sich das Bild nach der Pause. Waren vorher alle dunkel gekleidet, so trugen zumindest die Sängerinnen nun viel buntere Kleider und auch die Musik war eine gänzlich andere.

Das Lied „I‘ll be your evidence“ wurde als moderne Pop-Ballade interpretiert, mit melodiösem Sologesang und softer Piano- und Keyboard-Begleitung.

Auch der Evergreen „Stand by me“ war zu hören.

Der Solosänger und Frontmann nahm das Lied „Amazing Grace“ zum Anlass für eine kleine Predigt und beschwor das Publikum immer wieder mit den Worten „God loves you“ und mit der Aussage: „We need two things, Gods grace and Gods love“.

Zum Schluss gab es noch die Ohrwürmer „Amen“ und „O Happy Day“ und als Zugabe das von Michael Jackson und Lionel Richie komponierte „We are the world, we are the children“, mit dem sich der Hauptsänger im „Moonwalk“ von der Bühne verabschiedete.

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