TG-Handballer haben einiges gutzumachen

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 Die TG Biberach spielt in Steinheim.
Die TG Biberach spielt in Steinheim. (Foto: oh)

Für die TG-Handballer geht es am Samstag beim TV Steinheim wieder um Landesliga-Punkte. Nach der 25:29-Heimpleite gegen BW Feldkirch geht es für die Mannschaft von Trainer Cosmin Popa um Wiedergutmachung. Anpfiff in der Wentalhalle (Steinheim/Albuch) ist um 20 Uhr.

Das vergangene Spiel gegen Feldkirch sollte die TG-Mannschaft nicht – wie so oft gesagt – so schnell wie möglich abhaken. Zwar war es ein Spiel zum Vergessen, das die Mannen in Blau-Gelb vor ihren eigenen Fans ablieferten, trotzdem lehrte es dem jungen TG-Team einige Handballweisheiten. Die erste lautet: In der Landesliga darf kein Gegner unterschätzt werden. Womöglich war es die lasche Einstellung, die das Spiel der Biberacher am Samstag so holprig und unattraktiv erscheinen ließ. Mit zwei deutlichen Siegen im Rücken meinte man, locker aufspielen zu können, gegen einen Gegner, der noch nicht punkten konnte und zudem ohne seinen besten Spieler antrat.

Falsch gedacht, von nun an sollte die TG keinen Gegner mehr auf die leichte Schulter nehmen, da sie ihre Ambitionen sonst schon bald begraben kann. Den Biberachern sollte zudem bewusst sein, dass in der Landesliga ausnahmslos gute Schiedsrichter am Start sind. So auch am vergangenen Samstag. Die TG und ihre Spieler sollten die Leistung der pfeifenden Zunft respektieren, denn Lamentieren ist sowieso vergeudete Energie. Doch nicht zuletzt gilt, dass man nur dann im Handball Erfolg hat, wenn man an die eigene Qualität glaubt und als Mannschaft auftritt. Dass die TG das kann, hat sie bereits in den ersten beiden Saisonspielen beweisen.

Nach drei Spieltagen hat noch keine Mannschaft in der Landesliga drei Siege erzielt, so zeigt sich das Landesliga-Tableau ausgesprochen homogen. Nicht weniger als sieben Teams sind mit 4:2 Punkten gleichauf, neben der TG Biberach ist das unter anderem der TV Steinheim, der die TG am Samstag empfängt. Diese Begegnung war in der vergangenen Saison einer der Höhepunkte. Damals reiste die TG mit einer großen Fangemeinde auf die Alb und schaffte es, dem TV Steinheim die erste Saisonniederlage zuzufügen. Dieses Jahr war die SG Bettringen schneller. Sie gewann vergangene Woche mit 28:25 gegen die Steinheimer um ihren Kapitän Maximilian Rau. Trainer der Steinheimer ist Sebastian Kieser, der nach dem Abstieg aus der Württembergliga eine Saison in den oberen Tabellenregion erlebte.

Auch in diesem Jahr ist Steinheim wieder zu den Spitzenmannschaften der Landesliga zu zählen. Dass die Steinheimer diesen Ambitionen gerecht werden können, zeigten die ersten beiden Begegnungen, die sie deutlich für sich entscheiden konnten.

Die Zuschauer dürfen am Samstag ein Duell auf Augenhöhe erwarten, bei dem nach den zurückliegenden Erfahrungen eine hochmotivierte TG Biberach an den Start gehen wird. Gegen die erfahrenen Steinheimer wird es auf die Kreativität von Rares Bursuc, Moritz Kehm und Armin Schweigardt ankommen, die durch ihre Ideen das TG-Spiel lenken und prägen können. Die ersten beiden Spiele haben gezeigt, wohin der Weg der TG in dieser Saison gehen kann, nach dem Spiel gegen Steinheim sollte die Richtung noch ein wenig klarer sein.

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