SZ-Frühlingsserie: „Vorkochen ist wieder angesagt“

Lesedauer: 5 Min

Passend zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März, startet die „Schwäbische Zeitung“ zusammen mit der AOK Ulm-Biberach fit in den Frühling. Bis Karfreitag gibt es in der SZ Biberach alles rund um die Themen Gesundheit, Ernährung und Bewegung. Was sind die aktuellen Trends und welche Regeln sollte man unbedingt beachten, um gesund zu bleiben. Redakteurin Tanja Bosch hat mit Gudrun Mack, Ernährungsfachkraft bei der AOK Ulm-Biberach, in der ersten Folge über das sogenannte Meal Prepping gesprochen.

Frau Mack, was genau versteckt sich hinter dem Begriff Meal Prepping?

Gudrun Mack: Übersetzt bedeutet Meal Prepping so viel wie Vorkochen. Meal heißt Mahlzeit und Prepping heißt Vorbereitung. In der Arbeitswelt beispielsweise ist das Kantinenessen nicht jedermanns Geschmack oder es ist gar keine Speisemöglichkeit vorhanden. Deshalb ist Vorkochen wieder angesagt. Es geht also darum, am Wochenende das Essen für die ganze Woche oder auch nur einige Tage vorzubereiten. Die Resteverwertung spielt dabei auch eine Rolle.

Welche Idee steckt dahinter?

Eigentlich laufen bei der AOK die Meal-Prepping-Angebote mit dem Zusatztitel „Was Oma schon wusste“, das heißt, früher wurde das auch schon so praktiziert. Früher wurden so viele Kartoffeln abgekocht, dass es auch noch für den nächsten oder übernächsten Tag reichte. So konnten am ersten Tag Pellkartoffeln gegessen werden, am zweiten vielleicht Bratkartoffeln um am dritten dann Kartoffelsuppe.

Welche Vorteile hat Meal Prepping?

Zum einen ist es eine große Zeitersparnis, wenn ich nicht jeden Tag so lange in der Küche stehen muss. Wenn ich am Samstag oder Sonntag alles für die Woche plane, koche und vorbereite, habe ich unter der Woche nur kurze Kücheneinsätze. Mit der Planung bin ich dann nur einmal beschäftigt und muss mir nicht jeden Tag Gedanken ums Essen machen. Zudem schmeckt Selbstgekochtes einfach besser, ist günstiger und ich kann mich mit allen Vitaminen und Nährstoffen, die mein Körper braucht, optimal versorgen.

Gibt’s dann bei manchen jeden Tag dasselbe zum essen?

Das kann vorkommen, sollte aber nicht die Regel sein, denn Abwechslung und Vielfalt sorgen für eine gesicherte Nährstoffversorgung. Das entscheidet aber jeder nach seinem eigenen Geschmack. Ich finde es ganz sinnvoll, am Samstag einfach Nudeln und Reis abzukochen. So habe ich täglich die Wahl. Das alles sollte man dann in gut verschließbaren Boxen im Kühlschrank aufbewahren. Dazu könnte man noch Gemüse vorbereiten und vielleicht Hähnchenfleisch und Hackfleischbällchen. Einen Tag gibt’s dann vielleicht was Vegetarisches und am anderen Tag Fleisch.

Die AOK bietet passend zum Thema Schnupperkurse in Biberach, Ochsenhausen und Riedlingen an. Was genau erfahren die Teilnehmer dort?

Die Teilnehmer erfahren dann alles übers Meal Prepping und wie sie es in der Praxis, also im Alltag, umsetzen können. Neben der Theorie wird dann aber auch noch gekocht. Wir bereiten Gerichte zu, die jeder zu Hause schnell und unkompliziert nachkochen kann.

Haben Sie ein paar Tipps für unsere Leser?

Fürs Meal Prepping kann ich jegliche Pfannengerichte empfehlen. Sei es eine Reispfanne oder auch einfach eine Gemüsepfanne, da lässt sich alles, was man mag, in einem Aufwasch zubereiten und schließlich in Schüsseln aufbewahren. Wer bei der Arbeit allerdings nichts warm machen kann, sollte eher auf Salate umsteigen. Da gibt es den klassischen gemischten Salat oder auch Nudel- und Kartoffelsalat. Wer trotzdem etwas Warmes mitnehmen möchte, könnte sich auch eine Suppe in eine Thermoskanne abfüllen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen