SV Ringschnait will an die Tabellenspitze

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 Der SV Ringschnait (hier Stefan Grell) kann mit einem Sieg den Sprung auf Platz eins schaffen.
Der SV Ringschnait (hier Stefan Grell) kann mit einem Sieg den Sprung auf Platz eins schaffen. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

In der Fußball-Bezirksliga Riß könnte es am 10. Spieltag einen Wechsel an der Tabellenspitze geben. Der SV Ringschnait löst im Falle eines Siegs gegen Berkheim den spielfreien Tabellenführer SF Schwendi ab. Der SV Sulmetingen hat mit dem SV Baltringen ebenfalls ein Team aus der unteren Tabellenregion zu Gast. Der SV Eberhardzell will gegen den VfB Gutenzell den dritten Sieg in Serie. Anpfiff ist bei allen Partien am Sonntag, 6 .Oktober, um 15 Uhr.

Die Aussichten sollten verlockend und motivierend genug sein: Der SV Ringschnait kann mit einem Sieg gegen den BSC Berkheim erstmals seit dem siebten Spieltag der Vorsaison wieder die Bezirksliga-Tabellenführung übernehmen. Der tabellarische Unterschied und die derzeitige Verfassung spricht dann auch eindeutig für den Tabellenzweiten. Die Gäste waren in ihren vergangenen drei klar verlorenen Partien in allen Mannschaftsteilen völlig neben der Spur. Dass die BSC-Abwehr gegen den offensivstarken SVR dicht hält, scheint eher fraglich, auch im Angriff hat man es gegen die derzeit beste Abwehr wohl sehr schwer. Der Zwölfte ist klarer Außenseiter.

Eigentlich wollte man beim SV Dettingen unter der Woche die Siegesserie fortsetzen, die Heimreise aus Gutenzell trat man aber mit einer empfindlichen 0:5-Packung an. Drei Tage später bastelt man im Lager des Tabellensechsten gegen den Tabellenneunten SGM Warthausen/Birkenhard an der Wiedergutmachung für diese Schlappe, bei der auch behoben geglaubte Abwehrschwächen wieder auftraten. Dies dürfte auch dem Aufsteiger aus dem westlichen Kreisgebiet nicht entgangen sein, ohnehin hat die SG ihre Stärken eher in der Vorwärtsbewegung. Mit einem Punkt könnte die am Vorsonntag erfolgreiche SG durchaus leben.

Die englische Woche könnte für Olympia Laupheim II bisher nicht besser laufen. Mit zwei Siegen hat das Schlusslicht wieder Anschluss an die unteren Mittelfeldplätze gefunden. Im Heimspiel gegen den FC Mittelbiberach macht man sich nun nicht ganz unbegründet Hoffnungen, den dritten Sieg zu landen und damit auch die rote Laterne abgeben zu können. Der auf Platz acht liegende Aufsteiger konnte auswärts bisher noch nicht allzu viel bewegen, lediglich ein Punkt steht dort zu Buche. Bei den vergangenen beiden Niederlagen fehlte dem FCM etwas das Spielglück, beim ersten Bezirksliga-Vergleich mit der Olympia II soll der erste Auswärtsdreier her.

Sowohl der Tabellenfünfte SV Baustetten wie auch der Tabellensiebte SV Steinhausen sorgten unter der Woche für positive Schlagzeilen und überraschend hohe Siege. Der SVB brachte Reinstetten die erste Heimniederlage bei, der Gast aus dem Rottumtal bescherte Sulmetingen die erste Auswärtspleite. Im Direktvergleich könnten dann wohl Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Dies war dann auch schon beim letzten Vergleich in der Vorsaison so, als ein Steinhauser Treffer zum Sieg ausreichte. Die Ziele der beiden Teams sind klar definiert: Der SVB will weiter im ersten Drittel verweilen, die Gäste wollen auswärts endlich Zählbares.

Für den TSV Kirchberg war der verdiente Punktgewinn bei Tabellenführer Schwendi Gold wert. Ob es dann nach zuvor drei klaren Niederlagen auch gleichzeitig der Beginn für sportlich bessere Zeiten ist, wird sich in der Partie gegen den Tabellenvierten SV Reinstetten weisen. Gegen den in der Spielanlage ähnlichen Gast will der TSV den dritten Saisonsieg. Beim SVR verläuft die englische Woche bisher unglücklich. Zum Teil sehr gut erspielte Torchancen wurden nicht genutzt, in eigenen guten Spielabschnitten kassierte man Gegentreffer. In der Vorsaison gelang dem SVR bei deutlich angespannterer sportlicher Situation ein klarer Auswärtssieg.

Neben einer in der Höhe nicht erwarteten Niederlage brachte der SV Sulmetingen aus Steinhausen auch eine Gelb-Rote Karte für Frank Frommann mit. In der Vergangenheit gelangen dem SVS nach derartigen Nackenschlägen meist die passenden Antworten. Dies ist auch der Plan gegen den auswärts noch punktlosen SV Baltringen. Bei dem gibt es weder nach oben noch nach unten massive Leistungsschwankungen zu verzeichnnen, der zweitletzte Platz resultiert eben auch aus der bekannten Auswärtsmisere. Wenn der SVB die ersten Auswärtszähler wieder in die Zukunft verschiebt, droht ein Absturz auf Platz 15.

Aus Sicht des SV Eberhardzell und auch des Tabellennachbarn VfB Gutenzell waren bei den Siegen unter der Woche die wichtigsten Fortschritte zunächst mal diejenigen in der Tabelle. Dass beide Mannschaften sich auch spielerisch gut präsentiert haben, gibt Hoffnung in beiden Lagern. Der SVE landete den ersten Auswärtssieg, die Gäste lieferten kämpferisch wie spieltechnisch die besten 90 Minuten der Saison ab. Beide befinden sich noch in der zweiten Hälfte der Tabelle, der Kampf könnte im Vordergrund stehen. Wer dazu noch die besseren spielerischen Lösungen anzubieten hat, geht wohl auch als Sieger vom Platz.

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