Suche nach Ursache des Wasserrohrbruchs dauert an

Lesedauer: 4 Min
Die Wasserversorgung wurde für zwei Stunden unterbrochen.

Ein großer Wasserrohrbruch hat die Riedlinger Straße in Biberach am Donnerstagabend überflutet (SZ berichtete). Am Freitag waren Mitarbeiter der Ewa Riss und des städtischen Baubetriebshofs damit beschäftigt, das kaputte Stück des Rohrs auszutauschen. Laut Dietmar Geier, Geschäftsführer der Ewa Riss, sei es wohl der größte Wasserrohrbruch in Biberach gewesen. „In diesem Ausmaß ist das noch nicht passiert“, sagt Geier. „Geschätzt sind rund 200 Liter Wasser pro Sekunde ausgetreten.“ Wie es zu dem großen Riss im Rohr kam, ist noch unklar.

Risse in Wasserleitungen könnten durch Bewegungen im Boden beispielsweise aufgrund von Temperaturschwankungen oder Schwankungen des Grundwasserspiegels entstehen. „Wir sind momentan noch ratlos, warum das passiert ist“, so der Ewa-Riss-Geschäftsführer.

Durch die Wucht des Wassers wurde der Geh- und Radweg teilweise unterspült, die Asphaltdecke hat sich gehoben und ist teilweise gebrochen. Die Arbeiten werden wohl noch bis Anfang nächster Woche andauern. Am Freitag wurde ein großes Loch ausgebaggert, um das defekte Rohr freizulegen: „Das liegt rund sechs bis sieben Meter in der Tiefe“, so Geier. „Der Riss verläuft längs und ist schätzungsweise vier Meter lang.“ Das kaputte Stück müsse herausgeschnitten und ersetzt werden. Doch ganz so einfach sei das nicht: „Die Straße muss abgesichert werden, da sie sonst möglicherweise abrutscht.“

Am Donnerstagabend musste die Trinkwasserversorgung für rund zwei Stunden unterbrochen werden. Infolge der Druckschwankungen kam es im Wassernetz zu weiteren Rohrbrüchen. Die Betroffenen konnten noch am Abend notversorgt werden. Es habe laut Ewa Riss während der ganzen Zeit keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Biberach waren auch DRK und THW vor Ort. Während an der Einsatzstelle die Schadensbehebung im Vordergrund stand, wurden in der Integrierten Leitstelle vorbeugende Maßnahmen koordiniert. Da sich im betroffenen Gebiet mehrere Senioren- und Behinderteneinrichtungen befinden sowie das Sana-Klinikum betroffen war, wurden frühzeitig medizinische Fachkräfte hinzugezogen. Insgesamt waren mehr als 100 Kräfte im Einsatz.

Die Linien 1 und 11 des Stadtbusverkehrs müssen umgeleitet werden. Weitere Infos unter Telefon 07351/30250150.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen